Brett Kavanagh: Sein Name macht sein Leben zur Hölle
Aktualisiert

Brett KavanaghSein Name macht sein Leben zur Hölle

Abgesehen von einem «u» schreibt sich Brett Kavanagh aus Kentucky wie der frisch gewählte, umstrittene Oberste US-Richter. Grund genug, dass der 27-Jährige im Netz angefeindet wird.

von
kle
1 / 20
Brett Kavanagh ist 27 Jahre alt und wohnt im US-Staat Kentucky. Weil sich sein Name fast genau gleich wie der des frisch gewählten Richters für den Obersten Gerichtshof schreibt, wird er im Netz angefeindet.

Brett Kavanagh ist 27 Jahre alt und wohnt im US-Staat Kentucky. Weil sich sein Name fast genau gleich wie der des frisch gewählten Richters für den Obersten Gerichtshof schreibt, wird er im Netz angefeindet.

Twitter/Brett_Kavanagh
«Es ist eine schlechte Zeit, um Brett Kavanagh zu heissen», twitterte er daraufhin. Nachdem sein Beitrag über 165'000-mal geteilt wurde, erhielt er Rückmeldungen vieler Nutzer, die das gleiche Problem haben.

«Es ist eine schlechte Zeit, um Brett Kavanagh zu heissen», twitterte er daraufhin. Nachdem sein Beitrag über 165'000-mal geteilt wurde, erhielt er Rückmeldungen vieler Nutzer, die das gleiche Problem haben.

Twitter/Brett_Kavanagh
«Willkommen in den Club, Bruder», schrieb ein User namens Mike Pence - genau gleich geschrieben wie der Name von Donald Trumps Vize. Auf Twitter nennt sich der Namensvetter «goodmikepence» (der gute Mike Pence).

«Willkommen in den Club, Bruder», schrieb ein User namens Mike Pence - genau gleich geschrieben wie der Name von Donald Trumps Vize. Auf Twitter nennt sich der Namensvetter «goodmikepence» (der gute Mike Pence).

Twitter/goodmikepence

Die Berufung von Brett Kavanaugh als Richter auf Lebenszeit am Obersten Gericht der USA hat eine Welle der Entrüstung auf Social Media ausgelöst. Einer, der diese Wut täglich zu spüren bekommt, ist ein Mann mit fast genau dem gleichen Namen wie der 53-jährige Richter, dem mehrere Frauen sexuelle Übergriffe vorwerfen. Dabei hat der 27-jährige Brett Kavanagh aus dem US-Staat Kentucky fast gar nichts gemeinsam mit dem erzkonservativen Kavanaugh.

Dennoch wird der Angestellte eines Bekleidungsladens auf Twitter immer wieder angegriffen. Sein Handy fühle sich wegen der Flut an Nachrichten «wie ein Maschinengewehr» an, sagte er zum «Louisville Courier». «Es ist, als hätte das Gerät ein Virus eingefangen, es vibriert nonstop.»

«Paul Ryan» lädt zur Ruhestandsfeier ein

«Es ist eine schlechte Zeit, um Brett Kavanagh zu heissen», twitterte der Mann daraufhin. Nachdem sein Beitrag über 165'000-mal geteilt worden war, erhielt er Rückmeldungen vieler Nutzer, die das gleiche Problem haben. «Willkommen in den Club, Bruder», schrieb ein User namens Mike Pence – Donald Trumps Vize. Um sich abzuheben, nennt sich der Namensvetter auf Twitter «goodmikepence» (der gute Mike Pence).

«Wie gehts euch so, Jungs?», twitterte ein Michael Cohen. So heisst auch Trumps früherer Anwalt. Kurz darauf meldete sich ein Paul Ryan zu Wort – allerdings nicht der Sprecher des Repräsentantenhauses. «Kommt ihr zu meiner Ruhestandsfeier?», schrieb _pmryan_ in Anspielung auf den Entscheid des Politikers Ryan, bei der kommenden Wahl im November nicht mehr antreten zu wollen, weshalb sein Mandat im Januar 2019 enden wird.

Immerhin haben die beiden Bretts eine Gemeinsamkeit

«Glaubt mir, ich fühle mit euch», lautete die Reaktion von Nutzerin Susan Collins. Sie heisst wie die republikanische Senatorin Susan Collins, die trotz der Missbrauchsvorwürfe Kavanaughs Wahl unterstützte. Ähnlich geht es offenbar einer Frau, die Anne Cutler heisst und deswegen mit der konservativen Fox-News-Kolumnistin Ann Coulter verwechselt wird.

Das Wissen um die Existenz weiterer Namensvetter scheint Brett Kavanagh aus Kentucky etwas zu trösten. Zumindest versucht er, das Beste daraus zu machen und das Verbindende zu suchen: Er kenne den umstrittenen Richter nicht, sagt er. Aber: «Wir mögen beide Bier.»

Deine Meinung