Mark Ronson: Sein Style ist cooler als seine Musik
Aktualisiert

Mark RonsonSein Style ist cooler als seine Musik

Mark Ronson ist ein hübscher, junger Mann. Er ist regelmässig in den Listen der best angezogenen Celebrities vertreten und ein gern gesehener Gast an Promi-Partys.

von
Niklaus Riegg

Mark Ronson: BangBangBang.

Darob wird gerne vergessen, dass Ronson eigentlich ein Produzent ist. Und beim Hören seines neusten Wurfs «Record Collection» könnte den Hörer das Gefühl beschleichen, dass Ronson es selbst auch vergessen hat. Das Album ist solide, doch es wirkt auf die Länge ziemlich uninspiriert: ein bisschen Funk hier, ein wenig Hip-Hop da – abgeschmeckt mit einer Prise Charts-Pop. Ronson macht das, was im Moment angesagt ist, ohne jedoch auch nur einen Moment inspiriert oder sogar innovativ zu wirken. Trotzdem, sein Handwerk hat er nicht ganz verlernt: «Bang Bang Bang» ist ein Ohrwurm, das Spank-Rock-Featuring auf «Bike Song» wirkt frisch und sowohl Ghostface Killah als auch Wiley können immer noch rappen.

Das Problem von «Record Collection» ist, dass der New Yorker gerne ein zeitgemässes Soul-Album gemacht hätte, dabei aber das Wichtigste vergessen hat: den Soul. Das Gros der Tracks wirkt kühl und kalkuliert. Während Ronson bei seiner Kleider- und Brillenwahl immer noch stilprägend ist, wirkt er als Produzent nur noch plump.

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