19.11.2020 18:38

MyLovestory«Seine SMS wäre nicht für mich bestimmt gewesen»

Franziska (41) lernte ihren Mann Patrick (45) durch eine versehentlich versendete SMS kennen. Die beiden hätten niemals damit gerechnet, was durch diese eine Nachricht alles ins Rollen kam.

von
Maria Warzinek
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Gemeinsam geniessen sie ihre Familien-Zeit. 

Gemeinsam geniessen sie ihre Familien-Zeit.

privat
Nachdem sich Franziska und Patrick drei Jahre kannten, heirateten sie. 

Nachdem sich Franziska und Patrick drei Jahre kannten, heirateten sie.

privat
Für Franziska ist klar: Die Liebe muss man nicht suchen, sie findet einen irgendwann einfach. 

Für Franziska ist klar: Die Liebe muss man nicht suchen, sie findet einen irgendwann einfach.

privat

Darum gehts

  • Franziska erhielt vor Jahren eine SMS, die nicht an sie gerichtet war.

  • Der Absender war ihr jetziger Mann Patrick.

  • Patrick hatte sich in der Telefonnummer vertan.

  • Die beiden verliebten sich und gründeten eine Familie.

  • Bis heute ist die Ehe intakt und die beiden sehr glücklich.

Als ich mit 24 mit einer schweren Lungenentzündung zu Hause im Bett lag, erhielt ich eine SMS einer unbekannten Telefonnummer. Sie war an einen Dani gerichtet, und ich konnte mit dem Inhalt nichts anfangen. Aus Langeweile antwortete ich darauf und klärte den Absender darüber auf, dass er sich in der Nummer vertan haben musste. Ein Patrick entschuldigte sich für die Störung, worauf ich ihm sagte, dass ich aufgrund der Lungenentzündung sowieso nichts Besseres zu tun hatte. Es stellte sich heraus, dass die SMS eigentlich für seinen Arbeitskollegen bestimmt gewesen wäre.

Am nächsten Morgen schrieb er mir wieder und fragte, ob es mir schon besser ginge. Ich fand das sehr aufmerksam, da wir uns ja eigentlich nicht kannten. So ging das dann hin und her, und nach einigen Wochen wartete ich am Abend jeweils schon auf die Gute-Nacht-SMS. Unser erstes Telefonat fand mitten in der Nacht statt und dauerte über drei Stunden! Von Beginn an war eine Vertrautheit da, die ich zuvor noch nie bei jemandem hatte.

«Dass wir uns begegneten, war einfach Schicksal»

Anfang November entschieden wir, uns das erste Mal zu treffen. Trotz aller Vertrautheit war ich natürlich vorsichtig und wollte mich zuerst einmal für ein Mittagessen mit ihm verabreden. Wenn es gut werden sollte, könnten wir es wiederholen, und wenn nicht, musste Patrick ja sowieso bald wieder arbeiten gehen. Nach dem Essen rief ich voller Begeisterung meine Mutter an und wusste direkt: Diesen Mann werde ich mal heiraten.

Danach ging alles sehr schnell – er kam immer häufiger zu mir und fing an, nach und nach seine Sachen bei mir zu deponieren. Meine Familie war von Beginn an begeistert von ihm. Es passte einfach, und ich fühlte mich wohl mit ihm. Ich glaube, dass wir uns begegneten, war Schicksal.

Auch in unserer Beziehung gab es Streitereien

2006 beschlossen wir schliesslich, dass wir gemeinsam eine Familie gründen und heiraten wollten. 2007 fand die Hochzeit statt, und unser Sohn kam zur Welt. Drei Jahre später folgte unsere Tochter. Er arbeitet mittlerweile als kaufmännischer Angestellter, und ich bin Hausfrau, Mutter und Spielgruppenleiterin. Bis heute sind wir sehr glücklich verheiratet und geniessen die Zeit zusammen. Wir sind das typische Beispiel dafür, dass Gegensätze sich anziehen: Ich bin sehr spontan, höre auf mein Bauchgefühl und sehe in allem das Positive. Er denkt zuerst alles durch und wägt ab, was schieflaufen könnte. Zusammen treffen wir uns in der Mitte, was uns wohl beiden sehr guttut.

Natürlich gibt es auch in unserer Beziehung Streitereien und Meinungsverschiedenheiten. Ich lernte über die Jahre, dass es wichtig ist, Dinge auszusprechen, die einen stören. Wir haben die Dinge ausdiskutiert, Kompromisse gefunden oder waren uns manchmal einfach einig, dass wir uns nicht einig sind.

Ich bin mir mittlerweile sicher: Sehr oft wartet die Liebe dort, wo man sie gar nicht erwartet. Ich hätte anfangs niemals damit gerechnet, dass sich so viel daraus entwickelt. Ein Hoch auf die moderne Technik, die zum Glück nicht immer einfach zu bedienen ist!

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