Trubschachen BE: Seinetwegen musste der Zug evakuiert werden – jetzt muss er zahlen

Aktualisiert

Trubschachen BESeinetwegen musste der Zug evakuiert werden – jetzt muss er zahlen

Aus «sorgfaltswidriger Unachtsamkeit» fuhr ein 54-Jähriger mit seinem Auto vor einen Zug. Nun wurde er per Strafbefehl verurteilt.

von
Lucas Orellano
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Der Zug leitete eine Vollbremsung ein, doch es reichte nicht mehr.

Der Zug leitete eine Vollbremsung ein, doch es reichte nicht mehr.

Kantonspolizei Bern
Die 56 Zuginsassen wurden evakuiert.

Die 56 Zuginsassen wurden evakuiert.

Kantonspolizei Bern
Die Staatsanwaltschaft in Burgdorf verurteilte den Mann nun zu einer Geldstrafe von 15 Tagessätzen zu je 110 Franken (total 1650 Franken) auf Bewährung. Zudem muss er Bussen in der Höhe von 630 Franken bezahlen und die Verfahrenskosten von 400 Franken übernehmen. 

Die Staatsanwaltschaft in Burgdorf verurteilte den Mann nun zu einer Geldstrafe von 15 Tagessätzen zu je 110 Franken (total 1650 Franken) auf Bewährung. Zudem muss er Bussen in der Höhe von 630 Franken bezahlen und die Verfahrenskosten von 400 Franken übernehmen. 

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Darum gehts

Ein Mann aus dem Kanton Bern verursachte am frühen Abend des 1. Juni einen Zugunfall. Eine S-Bahn kollidierte mit seinem Auto, schob es mehrere Meter weiter und kam danach zum Stillstand. Nun wurde der Mann per Strafbefehl verurteilt.

Die regionale Staatsanwaltschaft Emmental-Oberaargau wirft dem 54-Jährigen vor, er habe das Wechselblinklicht beim Bahnübergang Steinbach aus sorgfaltswidriger Unachtsamkeit übersehen. Weil er weiterfuhr, obwohl er hätte anhalten sollen, musste der Wagenführer des heranfahrenden Zuges eine Vollbremsung machen. Es gelang aber nicht, die Kollision zu verhindern. Das Auto des Beschuldigten drehte sich beim Aufprall und wurde 15 Meter mitgeschleift.

Laut Strafbefehl wurden die Insassen des Regionalzuges dabei erheblich gefährdet, durch den Aufprall sei zudem ein Sachschaden am vorderen Teil des Triebwagens entstanden.

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Fahrlässige Störung des Eisenbahnverkehrs

Der Mann wurde nun rechtskräftig wegen fahrlässiger Störung des Eisenbahnverkehrs sowie einfacher Verkehrsregelverletzung für schuldig erklärt. Er wurde zu einer Geldstrafe von 15 Tagessätzen zu je 110 Franken (total 1650 Franken) auf Bewährung verurteilt. Zudem muss er Bussen in der Höhe von 630 Franken bezahlen und die Verfahrenskosten von 400 Franken übernehmen. 

Der Lenker wurde, so hiess es in der Meldung der Kantonspolizei Bern, beim Unfall leicht verletzt und ins Spital gebracht. Die 56 Zugpassagiere blieben unverletzt, wurden aber evakuiert und mit Ersatzbussen weitertransportiert. Der Bahnverkehr war für mehrere Stunden unterbrochen.

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