Starker Wintersaisonauftakt – «Seit den 90ern konnte man sich nicht mehr über so viel Schnee freuen»
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Starker Wintersaisonauftakt «Seit den 90ern konnte man sich nicht mehr über so viel Schnee freuen»

In den vergangenen Jahren war der Schneefall in den Bergen eher bescheiden. Doch dieses Jahr gibt es wenig zu meckern: In den Zentralschweizer Skigebieten liegt zum Saisonauftakt so viel Schnee wie seit gut 30 Jahren nicht mehr.

von
Tino Limacher
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Der viele Schnee sorgt für einen furiosen Start der Wintersaison 2021.

Der viele Schnee sorgt für einen furiosen Start der Wintersaison 2021.

Stoosbahnen AG
So zum Beispiel auf der Rigi, wo der viele Schnee für sehr gut besuchte Pisten sorgte. 

So zum Beispiel auf der Rigi, wo der viele Schnee für sehr gut besuchte Pisten sorgte.

Rigi Bahnen AG
Dazu sagt Füssenich, CEO der Rigi Bahnen AG: «Die Schneeverhältnisse sind hervorragend und bis Ende Woche rechnen wir auf der Rigi Kulm mit bis zu einem Meter Neuschnee.» 

Dazu sagt Füssenich, CEO der Rigi Bahnen AG: «Die Schneeverhältnisse sind hervorragend und bis Ende Woche rechnen wir auf der Rigi Kulm mit bis zu einem Meter Neuschnee.»

Rigi Bahnen AG

Darum gehts

  • Die Wintersaison hat in den meisten Zentralschweizer Skigebieten vergangenes Wochenende gestartet.

  • Bilanz des Saisonauftaktes: Die rekordverdächtige Schneemenge lockte viele Wintersportlerinnen und Wintersportler auf die Pisten.

  • Die Betreiber der Skigebeite versprechen sich deshalb eine sehr gute Wintersaison.

Nach schneearmen Jahren scheint der starke Schneefall in den vergangenen Tagen eine überdurchschnittlich gute Wintersaison zu versprechen: In Andermatt und Engelberg etwa liegt stellenweise bereits bis zu zwei Meter Schnee. Aber auch in tieferen Lagen wie in der Mythenregion oder dem Ibergeregg in Schwyz hat es in dieser Woche gut 80 Zentimeter Neuschnee gegeben. Das freut nicht nur die Wintersportlerinnen und Wintersportler, sondern natürlich auch die Betreiber der Skipisten. Wir haben nachgefragt.

Dicke Schneedecke auf der Rigi

Sichtlich erfreut zeigt sich unter anderem Frédéric Füssenich, CEO der Rigi Bahnen AG: «Die Schneeverhältnisse sind hervorragend und bis Ende Woche rechnen wir auf der Rigi Kulm mit bis zu einem Meter Neuschnee.» Zwar verlief laut Füssenich der Start wegen des Wetters am Mittwoch vor einer Woche verhalten, umso grösser war aber der Andrang am Wochenende auf die Rigi. «Das Wetter zeigte sich zwar auch dann eher von seiner schlechten Seite. Trotzdem durften wir viele Gäste begrüssen. Besonders die Schlittelwege waren gut besucht», so der CEO. Der Schnee kommt geliefert wie bestellt, feiern doch die Rigi Bahnen ihr 150-jähriges Bestehen. «In Hinblick auf die Weihnachtsferien sind wir auch äusserst zuversichtlich, ein tolles Winterangebot auf der Rigi anbieten zu können», so Füssenich.

Rekordverdächtige Schneeverhältnisse

Vom Stoos kommen ähnliche Töne: «Die Schneeverhältnisse sind rekordverdächtig. Seit den 90ern konnte man sich zum Saisonauftakt nicht mehr über so viel Schnee freuen», sagt Sandro Widmer, Leiter Marketing und Sales Stoosbahnen AG. Dank der Traumverhältnisse kann laut Widmer dieses Wochenende auch der Klingenstock geöffnet werden, womit dann fast das ganze Stoss-Gebiet zugänglich ist. «Wir freuen uns, den treuen Stoosgästen bereits so früh in der Saison solche Top-Verhältnisse bieten zu können», so Widmer weiter.

Die Mythenregion hat ebenfalls einen starken Saisonauftakt zu melden. «Auf der Rotenflue liegen bereits 80 Zentimeter Neuschnee. Deshalb war unser Schneesportgebiet vergangenes Wochenende sehr gut besucht», so Remo Gwerder, Geschäftsleitung Rotenfluebahn Mythenregion AG. Alle Bahnen werden allerdings erst im Laufe dieser Woche in Betrieb genommen. Laut Gwerder schätzen seine Gäste aber auch die Sonnenterrassen der Bergrestaurants sehr. Gerade das «Gipfelstubli» bei der Bergstation der Rotenfluebahn sei wegen seiner Rollstuhlzugänglichkeit das ganze Jahr hindurch sehr beliebt.

Im Gegensatz dazu liegt im Gebiet Sattel-Hochstuckli nur rund 30 Zentimeter Schnee. Dennoch zeigt man sich zufrieden: «Der Wintersaisonstart war erfreulich. So tummelten sich über 500 Gäste vergangen Sonntag auf den Skipisten oder auf den Winterwanderwegen. Der Samichlaus-Besuch beim Berggasthaus Mostelberg lockte zudem Gross und Klein an», so Geschäftsführer der Sattel-Hochstuckli AG Theo Baumann.

Durchzogener Start in Andermatt

«Durch Snowfarming, technischer Beschneiung und Gletscherabdeckung konnten wir die Skisaison am Gemsstock bereits Ende Oktober starten», so Matthias Furrer, vorübergehender Geschäftsführer der Andermatt-Sedrun Sport AG. Dank der Schneefälle kann die Hauptsaison auch in rund zwei Wochen pünktlich gestartet werden. Trotz schlechter Wetterverhältnisse in Andermatt seien die Besucherinnen und Besucher im Vergleich zum Vorjahr aber stabil geblieben. «Mit dieser Entwicklung der Besucherinnen und Besucher sind wir daher sehr zufrieden», so Furrer. Bleibt allerdings zu hoffen, dass es die ganze Wintersaison hindurch so weiss bleibt.

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