Vater vermisst: Seit Jahren auf der Suche nach dem Vater
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Vater vermisstSeit Jahren auf der Suche nach dem Vater

Seit Jahren ist Margrith Vogt auf der Suche nach ihrem Vater. Nun hofft sie, in St. Gallen fündig zu werden.

von
jor/upz
Margrith Vogt sucht seit Jahrzehnten nach ihrem Vater.

Margrith Vogt sucht seit Jahrzehnten nach ihrem Vater.

Seit sie ein Teenager ist, fragt sich Margrith Vogt, wo ihr Vater ist. «Dieser Gedanke blieb einfach immer im Hinterkopf», so die 50-Jährige. Sie hat ihn nie kennengelernt, ihre Mutter sei nur kurz mit ihm zusammen gewesen. Roberto «Gutso» Fanelli, so sein Name, kam Ende der 50er-Jahre als Gastarbeiter nach Triesen in Liechtenstein. Dort arbeitete er bei der Firma Hoval und lernte Margriths Mutter Lilli kennen. Ohne zu heiraten, verliess er Lilli und ging nach St. Gallen, wo er fortan bei der Firma Stuag arbeitete. 1962 soll er in seine Heimatstadt Rimini zurückgekehrt sein.

«Wir haben im Internet nach Fanellis aus der Region recherchiert», sagt Vogt, «doch wir haben nicht einmal ein Foto von ihm.» Sie selbst hat überhaupt keine Erinnerung an ihren Vater. Was sie über ihn weiss, hat ihr die mittlerweile betagte Mutter erzählt.

Kein Hinweis, ob Vater noch lebt

Gemeinsam mit der 24-jährigen Tochter Larissa und deren bester Freundin ist Margrith Vogt seit diesem Sommer intensiv auf der Suche. Sie hat durch das Engagement ihrer Tochter wieder Mut gefasst. «Allerdings wissen wir nicht einmal, ob er überhaupt noch lebt.» Sollte er gestorben sein, wolle sie seine Angehörigen und das Grab aufsuchen. Die grosse Hoffnung der 50-Jährigen ist nun, dass sich Ostschweizer melden, die ihren Vater gekannt haben.

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