Opfikon: «Seit Jahren ein Wunsch» – Rodriguez-Brüder eröffnen Fussball-Academy

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Opfikon«Seit Jahren ein Wunsch» – Rodriguez-Brüder eröffnen Fussball-Academy

Die drei Brüder Ricardo, Roberto und Francisco Rodriguez sind gestandene Profis. Nun wollen sie in ihrem Camp Kindern zwischen fünf und 13 die Leidenschaft am Fussball näher bringen. 

von
Dominik Mani
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Die Brüder Francisco, Ricardo und Roberto Rodriguez (v.l.n.r.) eröffnen zusammen eine Fussball-Academy.

Die Brüder Francisco, Ricardo und Roberto Rodriguez (v.l.n.r.) eröffnen zusammen eine Fussball-Academy.

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Im Herbst starten sie mit dem ersten Camp während den Schulferien.

Im Herbst starten sie mit dem ersten Camp während den Schulferien.

Der Wunsch von uns dreien war es schon seit Jahren ein Format zu schaffen, in dem wir mit den Kids von heute nicht nur unser Wissen und unsere Erfahrung teilen können, sondern zugleich sie auf die Herausforderungen vorbereiten, die einem in der Fussballlaufbahn begegnen», erklärt Ricardo Rodriguez.

Der Wunsch von uns dreien war es schon seit Jahren ein Format zu schaffen, in dem wir mit den Kids von heute nicht nur unser Wissen und unsere Erfahrung teilen können, sondern zugleich sie auf die Herausforderungen vorbereiten, die einem in der Fussballlaufbahn begegnen», erklärt Ricardo Rodriguez.

Darum gehts

  • Ricardo, Francisco und Robert Rodriguez eröffnen zusammen ein Fussball-Camp

  • Das Camp benötigt keine Vorkenntnisse und ist für alle Fussballbegeisterten zugänglich.

  • Auch Kinder mit Behinderung oder aus finanziell schwächeren Haushalten sollen teilnehmen dürfen.

Auf der Sportanlage Au in Opfikon ZH findet in den Herbstferien das erste Camp der Rodriguez-Academy statt. Initiatoren sind die Gebrüder Rodriguez, also Roberto (31), Francisco (26) und Nati-Star Ricardo (29). Mit diesem Fussball-Camp geht ein langjähriges Ziel der Brüder in Erfüllung. «Der Wunsch von uns dreien war es schon seit Jahren ein Format zu schaffen, in dem wir mit den Kids von heute nicht nur unser Wissen und unsere Erfahrung teilen können, sondern zugleich sie auf die Herausforderungen vorbereiten, die einem in der Fussballlaufbahn begegnen», erklärt Ricardo Rodriguez.

Alle drei Brüder haben eine Profilaufbahn eingeschlagen, Ricardo verteidigt momentan für den FC Torino, Francisco läuft seit dieser Saison für den Super-League-Aufsteiger FC Winterthur auf und der älteste, Roberto, spielt in der U-21 des FC Zürich. Sie selber wären über Hilfe, vor allem in jungen Jahren, teilweise froh gewesen: «Hie und da hätten wir selbst im jungen Alter den optimalen Ratschlag auf oder abseits des Platzes gut gebrauchen können», erzählen die Brüder.

Die Kinder, die an der Academy teilnehmen, werden von ausgebildeten Coaches begleitet. Auch die drei Brüder werden vor Ort sein. Neben den fussballerischen Fähigkeiten sollen auch andere Qualitäten gefördert werden: «Zusammenhalt zwischen Teamkameraden, der Bewegungsförderung und der kulturellen wie auch ethischen Sensibilisierung in jungem Alter im Kontext des Fussballsports», so Ricardo Rodriguez.

«Versprechen keine falschen Träume»

Die drei Zürcher Brüder waren vor der Fussballkarriere finanziell nicht auf Rosen gebettet, aus diesem Grund wollen sie niemanden von ihrer Academy ausschliessen, wie Roberto Rodriguez sagt: «Das Camp wird für Kinder von fünf bis 13 Jahren angeboten - unabhängig von Wohnort, sozialem Status, Fähigkeiten, Glauben, Geschlecht oder Herkunft. Es sind keine Voraussetzungen oder Vorkenntnisse für die Teilnahme nötig.» Kostenpunkt: 289 Franken. Auch Kinder aus finanziell benachteiligten Familien finden einen Platz im Camp. Dies dank einer Projektpatenschaft als Spendenpool.  Zudem seien auch Kinder mit einer Beeinträchtigung willkommen – im kommenden Jahr wollen die Rodriguez-Brüder zudem ein weiteres Camp für ausschliesslich beeinträchtigte Personen anbieten.

Hast du mal an einem Fussball-Camp teilgenommen? 

Dass die jungen Fussballerinnen und Fussballer nach dieser Woche Profis werden, ist nicht garantiert: «Wir werden keine falschen Träume verkaufen und den Kindern eine Profikarriere versprechen», so Roberto. Man könne die Kids aber auf diesen Weg vorbereiten. «Wir sind selber von null gestartet in dieser Umgebung. Das Umfeld, die Erschwernisse und auch Chancen können wir deshalb sehr gut nachvollziehen und sie entsprechend vorbereiten.»

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