Tierschutz beider Basel - Seit Juni 12 Hunde, 40 Katzen und 45 Nager und Reptilien abgegeben
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Tierschutz beider BaselSeit Juni 12 Hunde, 40 Katzen und 45 Nager und Reptilien abgegeben

Die Stiftung TBB Schweiz stellt einen Anstieg von gefundenen Tieren fest. Laut der Stiftung hat die Zahl von unüberlegten Neuanschaffungen und die gleichzeitige Überforderung einer artgerechten Haltung der Tiere zugenommen.

von
Seline Bietenhard
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Die Stiftung TBB Schweiz stellt einen Anstieg von gefundenen Tieren fest.

Die Stiftung TBB Schweiz stellt einen Anstieg von gefundenen Tieren fest.

Stiftung TBB Schweiz
Seit Anfang Juni wurden über 100 gefundene Tiere im Tierheim an der Birs abgegeben.

Seit Anfang Juni wurden über 100 gefundene Tiere im Tierheim an der Birs abgegeben.

Stiftung TBB Schweiz
Dies seien pro Monat durchschnittlich rund 21 Tiere, so die Stiftung.

Dies seien pro Monat durchschnittlich rund 21 Tiere, so die Stiftung.

Stiftung TBB Schweiz

Während der Corona-Pandemie nahm die Zahl der Schweizer Haustierhalterinnen und -halter zu. Im Gegenzug stieg aber ebenfalls die Anzahl von Findeltieren in den Tierheimen. Die Stiftung TBB Schweiz stellte seit dem 1. Juni 2021 fest, dass 117 gefundene Tiere im Basler Tierheim an der Birs abgegeben wurden. Dies teilte die Stiftung am Montag mit. Pro Monat seien durchschnittlich rund 21 Tiere abgegeben worden.

Unter den 117 Tieren befinden sich laut der Stiftung TBB zwölf Hunde, 40 Katzen, 45 Nager und Reptilien sowie 20 Vögel. Von den abgegebenen Tieren sei nur die Hälfte wieder von ihren Besitzerinnen und Besitzern abgeholt worden. In vergangenen Zeiten hätten weitaus mehr Halterinnen und Halter ihre Tiere wieder abgeholt. Derzeit würden im Tierheim an der Birs 59 Tiere betreut, die in den letzten Wochen und Monaten aufgefunden wurden.

«Viele Tierhalterinnen und -halter sind mit der artgerechten Haltung überfordert»

Béatrice Kirn, Geschäftsleiterin der Stiftung TBB Schweiz, wird in der Mitteilung zitiert, dass Tierhaltungen und die illegale Einfuhr von Tieren grundsätzlich zunehmen. «Neben der grossen Zahl von unüberlegten Neuanschaffungen von Tieren ist ein Anstieg von Phänomenen wie krankhaftes Sammeln von Tieren zu beobachten», so Kirn. Gleichzeitig seien viele Tierhalterinnen und -halter mit der artgerechten Haltung ihrer Tiere überfordert. «Diese Entwicklung lässt befürchten, dass die Anzahl Findeltiere in der Zukunft hoch bleiben oder gar noch zunehmen wird», sagte Kirn.

Hinweise zu Findeltieren können beim Tierfundbüro der Stiftung TBB Schweiz (Kantonale Meldestelle für Fundtiere der Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft) telefonisch unter 061 378 78 78 gemeldet werden. Das Aussetzen von Tieren stellt einen Verstoss gegen das Tierschutzgesetz dar. Die Stiftung TBB Schweiz reicht bei Verdacht auf Aussetzen von Tieren regelmässig Strafanzeigen gegen Unbekannt ein.

Du weisst von einem Tier in Not?

Hier findest du Hilfe:

Feuerwehr, Tel. 118 (Tierrettung)

Polizei, Tel. 117 (bei Wildtieren)

Tierrettungsdienst, Tel. 044 211 22 22 (bei Notfällen)

Schweizerische Tiermeldezentrale, wenn ein Tier entlaufen/zugelaufen ist

Stiftung für das Tier im Recht, für rechtliche Fragen

GTRD, Grosstier-Rettungsdienst, Tel. 079 700 70 70 (Notruf)

Schweizerische Vogelwarte Sempach, für Fragen zu Wildvögeln, Tel. 041 462 97 00

Tierquälerei:

Meldung beim kantonalen Veterinäramt oder beim Schweizer Tierschutz (anonym möglich)

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