Cyber Sex: Seitensprung in Second Life war Beziehungs-Aus
Aktualisiert

Cyber SexSeitensprung in Second Life war Beziehungs-Aus

In der virtuellen Online-Welt Second Life werden Restriktionen hinter sich gelassen und Fantasien ausgelebt. Manchmal kommt es dabei zu Kollisionen mit dem «First Life».

Dass reales und virtuelles Leben mitunter sehr unsanft miteinander kollidieren können, beweist ein aktueller Fall aus Grossbritannien. Dort hat sich unlängst eine Frau von ihrem Ehemann scheiden lassen, weil sie ihn in flagranti beim Seitensprung mit einer Prosti­tuierten in der virtuellen 3-D-Welt von Second Life erwischt hatte. Genauer gesagt hatte ihr Avatar ­gesehen, wie sich die virtuelle Spielfigur ihres Mannes mit einem Prostituierten-Avatar vergnügte.

Für die Betrogene macht es keinen Unterschied, ob der begangene Seitensprung virtuell oder real begangen wurde – sie will die Scheidung. «Soweit es mich betrifft, hatte mein Ehemann ein echtes Verhältnis mit dem Menschen, der den virtuellen Avatar kontrollierte», erklärte die Betrogene kürzlich ­gegenüber dem «Guardian». Die Beziehung des Paars, das sich ursprünglich sogar in der Online-Welt kennen- und liebengelernt hatte, ist somit nach drei Jahren offiziell beendet worden.

Dass die Handlungsfreiheit der Online-Welt von einigen Usern auch dafür ausgenutzt wird, um die eigenen sexuellen Fantasien mithilfe von Avatars in virtueller Form auszuleben, ist bekannt. Doch wie ein Sexualakt zwischen zwei computergenerierten Charakteren genau funktioniert, darüber wissen nur die wenigsten ­Bescheid. «Zuerst muss man sich ein paar Genitalien kaufen», erläutert Second-Life-Experte Adrian Mars in einem BBC-Bericht. Denn die Avatars seien von Beginn an prinzipiell nicht mit Geschlechtsmerkmalen ausgestattet.

pte

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