Aktualisiert 23.06.2015 11:45

MisshandlungsvorwurfSEK-Beamte sollen neuen Kollegen gefesselt haben

Polizisten eines Spezialeinsatzkommandos sollen einen neuen Beamten gefoltert haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

von
dpa
Schokierender Vorwurf: Polizisten eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) der Polizei sollen einen neuen Beamten schikaniert und gefesselt haben.

Schokierender Vorwurf: Polizisten eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) der Polizei sollen einen neuen Beamten schikaniert und gefesselt haben.

Es ist ein Aufnahmeritual sein – tagelang sollen Beamte der Kölner Polizei einen jungen Kollegen schikaniert und festgebunden haben. Entsprechende Vorwürfe habe der junge Polizist erhoben, berichteten die «Rheinische Post» .

Das Spezialeinsatzkommando, in dem sich die Vorfälle abgespielt haben sollen, sei von seinen Aufgaben entbunden worden, sagte ein Sprecher des NRW-Innenministeriums am Dienstag. Die Kölner Polizei hat die Staatsanwaltschaft eingeschaltet.

Die Kölner Polizei gerät damit innerhalb weniger Tage zum zweiten Mal in die Schlagzeilen. Die Staatsanwaltschaft prüft die Hintergründe des spektakulären Auftauchens einer Polizei-Spezialeinheit auf der Spitze einer Kölner Rheinbrücke im vergangenen Jahr. Der Vorgang war der Öffentlichkeit im vergangenen Jahr als Höhenübung dargestellt worden. Inzwischen gibt es Hinweise, dass es sich eher um die aufwendige Inszenierung eines Abschiedsfotos für den ehemaligen Chef der Spezialeinheiten gehandelt haben könnte.

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