Sektengründer wird gehängt
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Sektengründer wird gehängt

Elf Jahre nach dem Giftgasanschlag auf die U-Bahn von Tokio ist das Todesurteil gegen den Drahtzieher und Sektengründer Shoko Asahara offenbar rechtskräftig.

Das oberste japanische Gericht wies am Freitag einen Einspruch Asaharas zurück. Nach Medienberichten ist damit der Rechtsweg für den früheren Führer der Aum-Sekte ausgeschöpft.

Die Anwälte Asaharas hatten vor dem obersten Gericht Einspruch gegen eine Richterentscheidung vom März eingelegt, mit der ein Berufungsprozess abgewiesen wurde. Asahara war 2004 wegen der Giftgasattacke und anderer Anschläge zum Tode durch den Strang verurteilt worden. Bei dem Giftgasanschlag 1995 waren zwölf Menschen getötet und tausende verletzt worden.

Asaharas Sekte zählte einmal 40.000 Mitglieder. Nach den Anschlägen löste sie sich auf, sie wurde aber von ehemaligen Mitgliedern wiederbelebt. Die Gruppe wird von der Polizei überwacht. (dapd)

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