Aktualisiert 25.10.2015 19:21

FDP-MüllerSekundenschlaf soll schuld an Unfall sein

FDP-Präsident Philipp Müller äussert sich zum ersten Mal über die Ursache für seinen Unfall. Medizinische Tests weisen auf ein Schlafapnoe-Syndrom hin.

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ij
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FDP-Präsident Philipp Müller ist letzten Donnerstag mit seinem Auto aus noch ungeklärten Gründen in Lenzburg AG auf die Gegenfahrbahn geraten.

FDP-Präsident Philipp Müller ist letzten Donnerstag mit seinem Auto aus noch ungeklärten Gründen in Lenzburg AG auf die Gegenfahrbahn geraten.

Kapo AG
Dabei kam es zu einer Kollision mit einer 17-jährigen Rollerfahrerin.

Dabei kam es zu einer Kollision mit einer 17-jährigen Rollerfahrerin.

Kapo AG
Diese erlitt schwere Verletzungen.

Diese erlitt schwere Verletzungen.

Kapo AG

Nach seinem schweren Autounfall gibt Philipp Müller dem Lokalsender «Tele M1» ein Interview. Der FDP-Präsident spricht darin zum ersten Mal darüber, wie es zum Unfall gekommen ist.

Er habe zum Unfallzeitpunkt einen Sekundenschlaf gehabt, hätten die ersten medizinischen Abklärungen ergeben. «Alles deutet auf ein Schlafapnoe-Syndrom hin», sagt Müller zum Tele-M1-Reporter. Dabei sei man zwischen drei bis sieben Sekunden abwesend. «Das ist wie ein Blackout», so Müller weiter.

Vor sechs Wochen war der Politiker mit einer Rollerfahrerin zusammengestossen. Er war in Lenzburg AG auf die Gegenfahrbahn geraten. Die 17-jährige Frau erlitt dabei schwere Beinverletzungen. Müller musste nach dem Unfall seinen Führerausweis vorläufig abgeben. Er hat keinerlei Erinnerungen an den Unfallhergang.

Verfahren läuft noch

Er denke noch immer jeden Tag an den Unfall, sagt Müller im Beitrag weiter. Nach wie vor habe er keine Erinnerung daran. «Am schwierigsten ist für mich, dass einem die Leute das glauben», so Müller.

Mit der jungen Frau und deren Familie steht er in regelmässigem Kontakt. Die verletzte Frau konnte das Spital laut Müller Anfang Oktober verlassen und sei jetzt in einem Rehabilitations-Prozess mit dem Ziel, dass das «linke Bein vollständig wiederhergestellt werde» und sie wieder gehen könne. Er rechne damit, dass die junge Frau spätestens Ende November, Anfang Dezember an Stöcken gehen können.

Die medizinischen Tests seien noch nicht ganz abgeschlossen, meldete der Regionalsender. Auch das Verfahren der Aargauer Staatsanwaltschaft laufe noch. Diese hatte zur Klärung des Unfallhergangs eine Strafuntersuchung eröffnet.

Nach dem Unfall setzte Müller aus Respekt vor der jungen Frau seinen persönlichen Ständeratswahlkampf im Kanton Aargau bis zu den eidgenössischen Wahlen aus. Am 22. November tritt er gegen Hansjörg Knecht (SVP) und Ruth Humbel (CVP) zur Stichwahl um den zweiten, noch unbesetzten Aargauer Ständeratssitz an.

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