25.02.2019 18:32

Grenzenlose TierliebeSelbst eine Herz-OP in Paris rettete Pumi nicht

Alles Mögliche unternahm Marek Musil (32) für seinen todkranken Chihuahua – leider ohne Erfolg. Deshalb möchte er jetzt anderen Hundebesitzern helfen.

von
Lie
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Hund Pumi mit Herrchen Marek Musil.

Hund Pumi mit Herrchen Marek Musil.

Marek Musil
Pumi war Stammgast in Tierkliniken. Vor gut zwei Jahren ...

Pumi war Stammgast in Tierkliniken. Vor gut zwei Jahren ...

Marek Musil
... war beim Chihuahua ein schwerer Herzfehler gefunden worden.

... war beim Chihuahua ein schwerer Herzfehler gefunden worden.

Marek Musil

Mit unsagbarem Einsatz kämpfte die Familie Musil aus Horn in Niederösterreich um das Leben des Chihuahuas Pumi. Vor gut zwei Jahren war beim Hündchen ein schwerer Herzfehler diagnostiziert worden. «Pumis Herz vergrösserte sich, dazu kamen schwere Lungenprobleme. Die Prognose war vernichtend», sagt Marek Musil.

Uechi-Methode soll Pumi retten

Als Kämpfer Pumi wieder mal dem Tod von der Schippe gesprungen war, erfuhr Marek in einer slowakischen Klinik von der sogenannten Uechi-Methode. «Dr. Uechi, ein Japaner, der selbst an kleinsten Hunden und in den schwierigsten Fällen am Herzen operiert», erklärt der 32-Jährige.

Nur: Einen Flug nach Japan hätte Pumi nie überlebt, und vor allem: es waren sechs Monate Wartezeit. Marek fand schliesslich in Paris einen Arzt, der nach der Uechi-Methode operiert. Am 1. Oktober 2018 um 21 Uhr abends fuhren Marek und Mutter Drahomira mit dem kleinen Patienten mit dem Auto nach Paris, nach rund 13 Stunden Fahrt checkten sie im Hotel ein.

Kurz vor 11 Uhr wurde Pumi von einem 15-köpfigen Chirurgenteam empfangen. Er lag fast zehn Stunden unter dem Messer, dabei hing er an einer Herz-Lungen-Maschine. «Er hatte alles überstanden, das EKG war gut, aber um 19.30 Uhr in der Aufwachphase ging unser Liebling von uns», so Marek.

Happy End für andere Hunde

Über die Kosten will er nicht reden, aber anderen todkranken Hunden zu einem Happy End verhelfen. Deshalb hat er vor kurzem das «Pumi Heart Project» lanciert, mit dem er betroffenen Hundebesitzern helfen möchte, denn Marek ist sicher: «Viele wissen nicht, welche Möglichkeiten es gibt. Es gibt meines Wissens nach vier Ärzte, die solche Eingriffe machen.»

«Mein Hund hat über ein Jahr mit dieser schrecklichen Krankheit gekämpft. Klar, viele können sich das nicht leisten, aber es gibt sicher auch Leute, die es könnten und ihrem Hund gern ein zweites Leben geben würden. Ich bekomme meinen Hund nicht zurück, aber ich will nicht, dass er umsonst so gekämpft hat», so Musil. Sein Hund Pumi liegt jetzt in einem liebevoll gestalteten Grab auf dem Tierfriedhof in Wien.

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