Aktualisiert 08.03.2013 10:08

MalaysiaSelbsternannter Sultan erklärt Waffenruhe

Sultan Jamalul Kiram III. hat die Kämpfe um Teile der Insel Borneo mit der malaysischen Armee auf Eis gelegt. Er folgte damit einem Aufruf von UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon.

Sultan Jamalul Kiram III. beansprucht einen Teil Borneos für sich.

Sultan Jamalul Kiram III. beansprucht einen Teil Borneos für sich.

Nach tagelangen Kämpfen seiner Anhänger gegen die malaysische Armee um einen Teil der Insel Borneo hat der Anführer einer Gruppe bewaffneter Philippiner eine einseitige Waffenruhe erklärt. Jamalul Kiram III. wies seine Gefolgsleute an, die Kampfhandlungen einzustellen.

Er verwies dabei auf einen Aufruf von UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon, der am Mittwoch ein Ende der Feindseligkeiten gefordert hatte. Der Sultan hoffe nun, dass Malaysia dem Beispiel folgen werde, sagte ein Sprecher in der philippinischen Hauptstadt Manila.

Die etwa 300 Kämpfer waren am 12. Februar aus den Philippinen auf Borneo eingetroffen. Fast 30 Menschen wurden in dem Konflikt bisher getötet.

Der 74-jährige selbsternannte Sultan Jamalul Kiram III. sieht sich als Erbe des Sultanats Sulu, zu dem einst auch Teile von Borneo gehörten. Seine Anhänger fordern nun die Kontrolle über die dortige malaysische Provinz Sabah.

Flucht in den Dschungel

Die malaysische Armee ging diese Woche massiv gegen die Eindringlinge vor und setzte dabei unter anderem auch Kampfflugzeuge ein. Die Philippiner weigerten sich aber aufzugeben und flohen in den Dschungel.

Die malaysische Armee setzte die Suche nach ihnen fort. Malaysias Aussenminister Anifah Aman schloss nicht aus, dass sein Land von den Philippinen die Auslieferung Kirams fordern werde, wenn die philippinische Regierung ihn nicht selbst vor Gericht bringe. (sda)

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