Selbstgedrehte im Aufwind
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Selbstgedrehte im Aufwind

Angesichts steigender Zigarettenpreise drehen immer mehr Raucher ihre Zigaretten selber und kurbeln damit die Verkäufe von Zigarettentabak massiv an.

Im vergangenen Jahr schrumpfte der Zigarettenkonsum in der Schweiz um gut zehn Prozent auf 12,761 Milliarden Zigaretten oder 638 Millionen Päckchen, wie die am Dienstag veröffentlichte Produktionsstatistik des Verbandes Swiss Cigarette zeigt. Gleichzeitig stieg der Rauchtabak sprunghaft an: Die in der Schweiz verbrauchte Tabakmenge stieg um 32 Prozent auf 886 Tonnen. Der importierte Rauchtabak stieg dabei überproportional an und machte gut 80 Prozent aus. Auch bei den Zigaretten nahm die Importware zu, und zwar um fast 20 Prozent auf 449 Millionen Zigaretten, was einem Marktanteil von 3,5 Prozent entspricht. Dagegen schrumpfte die Zahl der in der Schweiz produzierten Zigaretten um elf Prozent auf 12,312 Milliarden Stück. Marktführer blieb der US-Konzern Philip Morris, der unter anderem die Marken Marlboro und Philip Morris vertreibt, vor British American Tobacco mit Parisienne und Barclay. Mit grossem Abstand folgt an dritter Stelle JT International, die Camel und Winston führt. Bei den Zigarren verharrte der Konsum letztes Jahr 212 Millionen Stück praktisch auf Vorjahreshöhe. (dapd)

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