Aktualisiert 03.05.2006 06:58

Selbstmordanschlag und Leichenfund im Irak

Ein Selbstmordattentäter hat in der irakischen Stadt Falludscha zehn Menschen mit in den Tod gerissen. In Bagdad wurden unterdessen die Leichen von mindestens 34 Menschen gefunden.

Der Selbstmordattentäter sprengte sich am Mittwoch mit seinem Sprengstoffgürtel inmitten einer Gruppe von Bewerbern für den Polizeidienst in die Luft.Diese warteten nach Polizeiangaben vor der Polizei-Hauptwache der westirakischen Aufständischen-Hochburg. Der Attentäter, acht Freiwillige und zwei Polizeibeamte starben. Bewerber für den Dienst bei Polizei und Armee gehören zu den bevorzugten Angriffszielen der Extremisten im Irak.

34 Leichen in Bagdad entdeckt

In der irakischen Hauptstadt wurden 34 Leichen entdeckt. Wie ein Mitarbeiter des irakischen Innenministeriums am Mittwoch mitteilte, wurden die an den Händen gefesselten Opfer erschossen.

14 Leichen seien am Mittwoch im Osten Bagdads entdeckt worden, 20 am Dienstagabend in verschiedenen Teilen der Stadt. Ähnliche Vorfälle hatten sich landesweit gehäuft, nachdem im Februar ein tödlicher Anschlag auf ein schiitisches Heiligtum in der sunnitischen Stadt Samarra verübt worden war.

Die sunnitische Gemeinde beschuldigt schiitische Milizen und Todesschwadronen mit Verbindungen zu den Sicherheitskräften der Täterschaft.

(sda)

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