Aktualisiert 13.11.2007 09:03

Selbstversuch: Elektroschock für Blocher

Justizminister Christoph Blocher hat sich mit einer Elektroschockpistole, einem sogenannten Taser, beschiessen lassen, um die Wirkung am eigenen Leib zu erfahren. Offensichtlich hat er diesen Selbstversuch unbeschadet überstanden.

Publik gemacht hat diesen ungewöhnlichen Test von Blocher am Montagabend Beat Hensler, Kommandant der Kantonspolizei Luzern und Präsident der Schweizerischen Konferenz der Polizeikommandanten, in der Sendung «10 vor 10» des Schweizer Fernsehens.

Christoph Blocher habe ihm einmal bei einem Mittagsgespräch die Vorzüge des Geräts erklärt und habe dabei gesagt, er habe dieses selber an sich schon ausprobieren lassen. «Er hat sich also mit einem Taser beschiessen lassen, und er hat es offensichtlich unbeschadet überstanden.»

Blocher habe ihm, Hensler, gesagt, er habe im Zusammenhang mit dem Zwangsanwendungsgesetz wissen wollen, wovon er spreche. Anfang Oktober hatte der Nationalrat bei der Verabschiedung des Gesetzes entschieden, auch Elektroschockpistolen zuzulassen. Der Ständerat wird sich noch dazu äussern; seine Kommission ist gegen Taser.

Auch die Landesregierung hatte sich in ihrer Botschaft gegen die Taser ausgesprochen. Blocher hatte sich allerdings nicht gegen die Aufnahme der Waffe in das Gesetz gewehrt. Diese steht derzeit in der Schweiz nur speziellen Polizeieinheiten zur Verfügung.

(sda)

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