Stalinistische Tristesse: Seltene Einblicke in die Seele Nordkoreas

Aktualisiert

Stalinistische TristesseSeltene Einblicke in die Seele Nordkoreas

Die «Massen» und ihr «geliebter Führer» Kim Jong Il prägen das Bild Nordkoreas im Westen. Der AP-Fotograf David Guttenfelder hält nun in faszinierenden Aufnahmen den Alltag in der Volksrepublik fest.

von
kri

Kein anderes Land der Welt ist so stark von der Aussenwelt abgeschottet wie das kommunistische Nordkorea. Das spärlich verfügbare und von der staatlichen Propaganda handverlesene Bildmaterial zeigt stets überdimensionierte Denkmäler, endlose Militärparaden, Massenaufmärsche oder Termine von Staatschef Kim Jong Il, der als Vater aller Nordkoreaner überhöht wird. Über die Lebensweise seiner Untertanen erfährt man hingegen wenig bis gar nichts.

Gerade vor diesem Hintergrund üben die Bilder des AP-Fotografen David Guttenfelder eine besondere Anziehungskraft aus: Menschen in Schulen, bei der Arbeit auf dem Feld, in Bibliotheken, im Zoo, in der U-Bahn. Abstrakte Probleme wie Lebensmittelknappheit, Benzinrationierung und generell Mangelwirtschaft werden plötzlich greifbar. Die Bildserie entstand im März und April 2011 abseits der offziellen Pfade, über die Ausländer üblicherweise geschleust werden.

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