Waldkirch SG: Seltene Krebse und Fische vergiftet
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Waldkirch SGSeltene Krebse und Fische vergiftet

In einem Bach bei Waldkirch wurde eine dunkle Flüssigkeit entdeckt – und haufenweise tote Forellen. Der Fischereiverband befürchtet das Schlimmste.

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rar
Im St. Pelagibach kam es wegen einer unbekannten Substanz zu einem Krebs- und Fischesterben.

Im St. Pelagibach kam es wegen einer unbekannten Substanz zu einem Krebs- und Fischesterben.

Im St.Pelagi-Bach bei Waldkirch fand ein Hobby-Goldgäber am Sonntagnachmittag dutzende tote Bachforellen. Er informierte umgehend den St. Galler Fischereiaufseher und die Behörden. Im Wasser des Bachs wurde eine dunkle, fast schwarze, geruchlose Verfärbung festgestellt die sich Richtung Sitter bewegte. Die Experten fanden auf der ganzen Strecke von der Sittermündung bis nach Edliswil tote Bachforellen und hunderte toter Steinkrebse.

Die Quelle der Vergiftung konnte noch nicht eruiert werden. Laut Polizeisprecher Hanspeter Krüsi ermittelt das Amt für Umwelt. Es würden Proben entnommen und die Zuläufe des Baches kontrolliert.

Betroffener Bach als Heimat seltener Tiere

Wie der Fischereiverband Thurgau mitteilt, lebten im Bach neben dem seltenen und geschützten Steinkrebs auch einer der letzten reinrassigen Bachforellenstämme. Es wird befürchtet, dass der gesamte Bestand beider Arten ausgelöscht wurde und die Tiere nicht neu angesiedelt werden können.

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