Wetter: Wegen Zyklonaler Südostlage siehst du die Sonne kaum

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Zyklonale SüdostlageSeltenes Wetterphänomen sperrt die Sonne aus

Wer in den nächsten Tagen die Sonne sehen will, muss hoch hinaus. Dahinter steckt ein seltenes und schwer berechenbares Wetterphänomen – die sogenannte zyklonale Südostlage.  

von
Dominik Fischer
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Am Montag war es noch auf 2000 Metern Höhe bewölkt, am Dienstag scheint die Sonne immerhin schon ab 1500 Metern. Bild: Neuschnee bei in Grüsch-Danusa (GR) am  10.1.2023

Am Montag war es noch auf 2000 Metern Höhe bewölkt, am Dienstag scheint die Sonne immerhin schon ab 1500 Metern. Bild: Neuschnee bei in Grüsch-Danusa (GR) am  10.1.2023

20min/Community

Bis ins Flachland wird die Sonne am Dienstag und Mittwoch aufgrund des Hochnebels jedoch kaum durchdrücken. Bild: Drohnenaufnahme von Zürich am 19.01.2023


Bis ins Flachland wird die Sonne am Dienstag und Mittwoch aufgrund des Hochnebels jedoch kaum durchdrücken. Bild: Drohnenaufnahme von Zürich am 19.01.2023

20min/Ela Çelik
Dafür sind die Wintersportbedingungen in den Bergen aktuell perfekt. Bild: Skipiste Madrisa. 

Dafür sind die Wintersportbedingungen in den Bergen aktuell perfekt. Bild: Skipiste Madrisa. 

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Darum gehts

  • Der Dienstag und Mittwoch sind zwar vergleichsweise mild, doch führt eine seltene Wetterlage zu Hochnebel und dichten Wolken auch in den Bergen. 

  • Sonne gibt es am Dienstag erst ab einer Höhe von 1500 Metern. 

  • In den Bergen führen die Sonne und milde Temperaturen am Dienstag und Mittwoch zu idealen Wintersportbedingungen. 

Hochnebel und Wolken bedecken auch am Dienstag weiter den Schweizer Himmel bei Temperaturen von maximal vier Grad, die sich jedoch wegen des Windchill-Faktors nirgends sonderlich mild anfühlen. Im Flachland werden sich dabei kaum Sonnenstrahlen durchdrücken können. Anders sieht es entlang der Voralpen und in der Romandie aus, wo die Sonne tagsüber immer besser zum Vorschein kommt. Grund dafür ist die aktuelle zyklonale Ost- bis Südostlage.

Dabei handelt es sich um eine sehr seltene Wetterlage, bei der feuchte Luft aus einem Tiefdruckgebiet über dem nördlichen Mittelmeer zu uns strömt und selbst in den Bergen zu Wolken führt, wie Michael Eichmann von Meteonews erklärt. So galt die klassische Devise – «unten grau, oben blau» – am Montag nicht, denn der Nebel und die Wolken waren bis auf rund 2000 Metern noch prominent. Mit Ausnahme des nördlichen Bünderlandes und des Wallis war die Sonne in den Bergen meist ein rares Gut.

«Deshalb sind Dienstag und Mittwoch super Wintersporttage»

Am Dienstag hingegen ist es schon ab 1500 Metern über dem Meer sonnig, wie Meteonews berichtet. In den Bergen sind der Dienstag und Mittwoch die mildesten und sonnigsten Tage. Die Null-Grad-Grenze liegt bei etwa 1600 Metern. «Deshalb sind der Dienstag und Mittwoch super Wintersporttage», erklärt Eichmann. Ski- und Snowboardfahrer können an diesen Tagen mit idealen Pistenbedingungen rechnen, bevor es wieder etwas kälter wird.

Gibt es am Dienstag im Flachland bis zu drei Grad, bewegen sich die Temperaturen in den kommenden Tagen wieder um oder nur knapp über dem Gefrierpunkt. Am Wochenende wird es dann in Zürich, Aarau und Luzern in der Nacht Minusgrade geben, in St. Gallen und Bern wird es bis zu minus vier Grad, am Gotthardpass und in St. Moritz gar minus 15 beziehungsweise minus 14 Grad geben. Doch: Die sinkenden Temperaturen werden sich weniger kalt anfühlen, da die Bise in den nächsten Tagen wieder nachlässt.   

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