Fette Beute: Seltener Fang für Berner Hobby-Fischer
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Fette BeuteSeltener Fang für Berner Hobby-Fischer

An der Alten Aare bei Büren zog ein Fischer einen dicken Fisch an Land. Er hatte einen 94 Zentimeter langen Zander an der Angel.

von
tok/cha

Michael Frank (33) staunte nicht schlecht, als er nach einem halbstündigen Kampf seine Beute an Land brachte: Angebissen hatte ein 9,5 Kilo schwerer und 94 Zentimeter langer Zander: «In dieser Grösse kommt der Zander nur sehr selten vor», freut sich Frank.

In der Tat kann der Hobby-Fischer stolz sein: «Das ist ein absoluter Ausnahme-Fang», bestätigt Fischerei-Experte Andreas Hertig. Nur wenige Zander in dieser Grösse würden aus Schweizer Gewässern gefischt. Im Durchschnitt erreichten die Fische eine Grösse von lediglich 40 bis 60 Zentimeter.

Fischer-Paradies Alte Aare

Der bisher grösste gefangene Zander in der Schweiz wurde aus dem Lago Maggiore gezogen: Laut dem Schweizer Fischerei-Magazin Petri Heil hing dort 2005 ein ein Meter langer und 13 Kilo schwerer Zander am Haken.

Aber auch die Alte Aare scheint ein gutes Gewässer für Schwergewichte zu sein: So wurde dort im Jahre 2011 ein Wels von sage und schreibe 2,30 Meter Körperlänge und 88 Kilogramm Gewicht herausgezogen – der grösste Fisch, der je in der Schweiz gefangen wurde.

Gegen diesen Riesenwels kann der Zander von Büren zwar einpacken, das Tier machte es dem Berner Hobby-Fischer aber dennoch nicht leicht und sei keineswegs von sich aus an Land geschwommen. «Eigentlich wollten wir gerade zusammenpacken, als wir ein Ziehen spürten. Die Überraschung war gross und wir mussten anschliessend mit viel Einfühlungsvermögen und Geschick um den Fisch kämpfen», erklärt Frank. «Als wir ihn fast ihm Netz hatten, wurde es nochmals brenzlig, da der Zander wieder heftig an der Schnur riss.»

Hälfte bereits verzehrt

Für den Berner Fischliebhaber kam sein aussergewöhnlicher Fang gerade rechtzeitig: «Wir veranstalten jedes Jahr ein Fischessen mit einigen Freunden, bei welchem jeder einen Fang mitbringt.» Dieses Jahr habe er mit Abstand den grössten Fisch von allen präsentieren können: «Sechs Personen sind davon satt geworden», so Frank. Der Fisch sei schlicht herrlich gewesen. Und das Beste daran: «Wir haben erst eine Hälfte vertilgt.» Den Rest habe er filettiert und für einen späteren Gaumenschmaus tiefgefroren.

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