23.04.2020 08:28

Beverin GR

Seltener Waldrapp stirbt durch Stromschlag

Waldrappweibchen Sonic ist im Naturpark Beverin tot aufgefunden worden. Es war der erste Waldrapp, der 400 Jahre nach der Ausrottung dieser Ibisart an den Bodensee zurückkehrte.

von
gwa
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Das ist das Waldrappweibchen Sonic im Wintergebiet WWF Oasi Laguna di Orbetello in der Toskana. Am 9. April startete Sonic in der Toskana, am 18. April kam sie im Kanton Graubünden an.

Das ist das Waldrappweibchen Sonic im Wintergebiet WWF Oasi Laguna di Orbetello in der Toskana. Am 9. April startete Sonic in der Toskana, am 18. April kam sie im Kanton Graubünden an.

D. Trobe
Dort wurde ihr bereits in der Nacht auf den 19. April dieser Strommast zum Verhängnis. In der Nacht auf den 19. April kam Sonic auf dem Gemeindegebiet von Lohn ums Leben.

Dort wurde ihr bereits in der Nacht auf den 19. April dieser Strommast zum Verhängnis. In der Nacht auf den 19. April kam Sonic auf dem Gemeindegebiet von Lohn ums Leben.

M. Egle
Eine Bewohnerin des Ortes hatte Sonic tot aufgefunden.

Eine Bewohnerin des Ortes hatte Sonic tot aufgefunden.

M. Egle

Traurige Nachrichten aus dem Naturpark Beverin im Kanton Graubünden: Waldrappweibchen Sonic ist tot. Die Nacht auf den 19. April hätte Sonic im Gemeindegebiet von Lohn im Naturpark verbracht. «Dort wurde sie am darauffolgenden Morgen von einer Bewohnerin des Ortes unterhalb eines ungesicherten Strommastes tot aufgefunden, von einem verständigten Wildhüter geborgen und zur pathologischen Untersuchung ins Tierspital Bern gebracht», teilte die Geschäftsstelle von Zooschweiz mit.

Berühmtheit hat Sonic bereits 2019 erlangt. Im ehemaligen Brutgebiet bei Überlingen am Bodensee war das Waldrapp-Weibchen das erste Tier, das nach der Ausrottung der Ibisart vor 400 Jahren wieder zurückgekehrt war. «Dafür suchte es sich, aus dem Wintergebiet in der Toskana kommend, in der Schweiz einen Weg über die Zentralalpen.» Am 7. April war das Tier in der Toskana aufgebrochen.

Wegen des schlechten Wetters dauerte die Reise etwas länger als sonst: Am 18. April kam das Tier im Kanton Graubünden an – und bereits in der ersten Nacht kam es dort zur Tragödie, wie Zoo Schweiz weiter mitteilte.

Hier siehst du einen Flug des Waldrappteams mit den Vögeln.

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