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GlücksbringerSeltener weisser Elefant in Burma gefangen

Er sollte ein gutes Omen sein für die bevorstehenden Wahlen in Burma: Ein weisser Elefant beglückt die Burmesen.

Der weisse Elefant aus Burma sollte Glück bringen.

Der weisse Elefant aus Burma sollte Glück bringen.

Sechs Wochen vor den ersten Wahlen im Land seit 20 Jahren ist im Nordwesten Birmas ein weisser Elefant gefangen worden. Die staatliche Zeitung «Das Neue Licht von Burma» feierte den Fang des seltenen Tieres als gutes Omen.

Es sei glückverheissend, dass der Dickhäuter ausgerechnet jetzt entdeckt worden sei, da Burma einen demokratischen Wandel durchlebe. Die Wahlen würden nun friedlich und erfolgreich verlaufen, schrieb das Sprachrohr der Militärjunta am Samstag. Der 2,16 Meter grosse und schätzungsweise 18 Jahre alte Elefant wurde am Donnerstag im Staat Rakhine entdeckt. Laut Zeitungsberichten ist es der fünfte weisse Elefant, der in den vergangenen zehn Jahren gefangen wurde.

Zuletzt wurde im Juni dieses Jahres eine 2,20 Meter grosse und ungefähr 38 Jahre alte Elefantenkuh von Forstbeamten in einem Dschungel im Nordwesten des Landes entdeckt, die seither in einem Gehege nahe der Verwaltungshauptstadt Naypyidaw lebt. Die drei anderen weissen Elefanten wurden in einem Tierpark in der Nähe von Rangun untergebracht, der grössten Stadt und ehemaligen Hauptstadt des Landes. Sie haben dort ein Gehege mit Pavillons, einem künstlichen Wasserfall, Teichen, Bäumen und vielen Pflanzen. Nach ihrer Gefangennahme wurden sie von der Militärjunta mit verschwenderischen Zeremonien gefeiert und mit Gold, Silber und Edelsteinen geschmückt.

Weisse Elefanten werden in vielen südostasiatischen Ländern seit Jahrhunderten verehrt, sie gelten als Symbol für königliche Macht und Wohlstand. (dapd)

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