Ungewöhnliche Serie: Seltsame Statistik im Playoff-Final – das Team, das in Führung geht, verliert 
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Ungewöhnliche SerieSeltsame Statistik im Playoff-Final – das Team, das in Führung geht, verliert 

In der Final-Serie führen die ZSC Lions gegen den EV Zug 3:1. Bisher ging immer diejenige Mannschaft als Verlierer vom Eis, die den ersten Treffer erzielte. 

von
Adrian Hunziker

Malgin erzielt das 1:0. 

SRF

Darum gehts

  • Die ZSC Lions haben ihren zehnten Meistertitel vorerst verpasst. 

  • Und das, obwohl die Zürcher erstmals in dieser Serie in einem Spiel 1:0 vorne lagen. 

  • Den Zugern erging es in den ersten drei Partien genau gleich. 

Was ist denn das für eine ungewöhnliche Serie? Das fragen sich viele aus einem Grund: Diejenige Mannschaft, die das 1:0 erzielt, verlor bisher stets die Partie. Dreimal sind die Zuger in den ersten Partien in Führung gegangen – Gregory Hofmann (zweimal) und Yannick Zehnder waren die Torschützen – dreimal haben die Zürcher die Partie gedreht. Und was geschah am Montagabend? Die Zürcher gingen erstmals 1:0 in Front, ZSC-Topscorer Denis Malgin erzielte den Treffer. Und siehe da, die Lions gaben diese Führung ebenfalls preis, der EVZ drehte die Partie und verhinderte den zehnten Meistertitel des ZSC – vorerst. 

Denis Malgin schoss den ZSC am Montag erstmals in Führung. 

Denis Malgin schoss den ZSC am Montag erstmals in Führung. 

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«Dass dasjenige Team, das 1:0 in Führung geht, das Spiel jedes Mal verliert, ist ein Zufall.» Davon ist ZSC-Trainer Rikard Grönborg überzeugt. Der Schwede würde das 1:0 jedes Mal trotzdem nehmen, wenn es sich ihm böte. ZSC-Center Reto Schäppi sagt zu diesen ungewöhnlichen Statistiken: «Normalerweise ist so ein 1:0 ein grosser Vorteil, in dieser Serie scheint das nicht der Fall zu sein.» Zur Pleite im Hallenstadion fügte er an: «Das ist bitter, aber wir müssen das nun verdauen und anschauen, was wir besser machen müssen.»

Viel Zeit bleibt den Zürchern nicht, denn bereits am Mittwoch geht es in der Final-Serie in Zug weiter. Dann wollen die Lions aber definitiv den Titel einfahren, man wolle sicher nicht bis Freitag im Hallenstadion warten, sagt Schäppi mit einem schelmischen Lächeln im Gesicht. Trotzdem werden die Zürcher den EVZ nicht freiwillig das 1:0 erzielen lassen – so viel Glauben wird man dieser aussergewöhnlichen Statistik nicht schenken. 

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