Leichtathletik: Semenya darf nicht laufen
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LeichtathletikSemenya darf nicht laufen

Das Startverbot für 800-m-Weltmeisterin Caster Semenya bleibt bis zur abschliessenden Klärung des Streits um ihr Geschlecht bestehen. Die 19-Jährige durfte am Dienstag an einem Regionalmeeting in Stellenbosch (SA) nicht antreten.

Der südafrikanische Leichtathletik-Verband (ASA) wählte nach einigem Zögern auf Drängen der IAAF die harte Linie. Semenyas Anwälte hatten einen Start durchsetzen wollen, was den Fall noch komplizierter gemacht hätte, als er eh schon ist.

Die internationale Leichtathletik-Verband (IAAF) sprach das Verbot im Januar aus. Semenya, die sowohl weibliche als auch männliche Geschlechtsmerkmale besitzen soll, war zwar im Herbst 2009 gut drei Monate nach den WM in Berlin als Siegerin bestätigt worden. Dennoch bleibt ein Comeback aufgrund ihre weiterhin ungeklärten Situation fraglich. Das Problem: Für die Teilnahme von intersexuellen Athleten an Wettkämpfen gibt es keine Regeln. Derzeit wird unter der Schirmherrschaft des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) darüber diskutiert, wie in Zukunft im gesamten Sport mit Geschlechtsbestimmungen und Zwittern umgegangen werden soll.

Trotz ihrer kurzfristigen Ausbootung will Semenya noch in dieser Saison ihr Comeback geben. «Ich erkläre hiermit öffentlich meine Rückkehr in den Wettkampfsport», sagte die Südafrikanerin am Dienstag. Die 19-Jährige fügte hinzu, dass sie alles tun werde, um die Untersuchungen der IAAF zu unterstützen. Sie sagte aber auch: «Ich bin von einer unberechtigten und in die Privatsphäre eingreifenden Prüfung betroffen, die in die intimsten und privatesten Details meines Lebens geht.»

(si)

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