Senegal: Über 1500 Flüchtlinge aufgegriffen
Aktualisiert

Senegal: Über 1500 Flüchtlinge aufgegriffen

Die senegalesischen Sicherheitskräfte haben innerhalb von drei Tagen mehr als 1500 illegale Einwanderer auf ihrem Weg zu den Kanarischen Inseln aufgegriffen.

An den Patrouillen entlang der Küste hätten sich Polizei, Gendarmerie und Marine beteiligt. Dabei seien auch 60 Schlepper festgenommen worden. Fünf der Flüchtlinge seien in kritischem Zustand ins Spital gebracht worden.

Der spanische Regierungschef José Luis Rodriguez Zapatero hatte in der vergangenen Woche die Staatschefs des Senegal sowie von Mali und Guinea Bissau um Hilfe bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise gebeten. Zuvor waren rund tausend illegale Einwanderer auf den Kanaren gelandet.

Die meisten von ihnen stammten aus den drei Staaten im Nordwesten von Afrika. Seit Jahresbeginn flohen über sechstausend Afrikaner auf die spanische Inselkette. Die dortige Regierung spricht von einer Notlage.

Am Montag trat ein neuer spanischer Sonderbotschafter sein Amt in Dakar an; seine Aufgabe ist es, die illegale Einwanderung zu stoppen. (sda)

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