Freiburg auf Europa-Kurs - Protest in der Bundesliga – Aktivisten binden sich an Frankfurt-Tor

Publiziert

Freiburg auf Europa-KursProtest in der Bundesliga – Aktivisten binden sich an Frankfurt-Tor

Eintracht Frankfurt unterliegt zu Hause dem SC Freiburg mit 1:2. Die Szene des Spiels ereignete sich aber schon nach zwei Minuten. Leverkusen kommt derweil gegen Bochum nur zu einem 0:0.

1 / 7
Im Bundesliga-Spiel zwischen Frankfurt und Freiburg kam es zu einer Protest-Aktion.

Im Bundesliga-Spiel zwischen Frankfurt und Freiburg kam es zu einer Protest-Aktion.

AFP
Zwei Aktivisten banden sich an das Tor von Eintracht-Goalie Kevin Trapp.

Zwei Aktivisten banden sich an das Tor von Eintracht-Goalie Kevin Trapp.

Getty Images
Sie wurden nach anschliessend abgeführt.

Sie wurden nach anschliessend abgeführt.

REUTERS

Darum gehts

  • Der SC Freiburg macht beim 2:1 gegen Frankfurt einen grossen Schritt Richtung Europa.

  • Dabei kam es zu einer kuriosen Protest-Aktion.

  • Bayer Leverkusen schiesst gegen Bochum zwar ein Tor, doch dieses zählt nicht. 

Eintracht Frankfurt – SC Freiburg 1:2

Der SC Freiburg hat im Rennen um die internationalen Startplätze einen weiteren wichtigen Sieg eingefahren und den Ambitionen von Eintracht Frankfurt einen Dämpfer verpasst. Die Breisgauer setzten sich am Sonntag bei den Hessen mit 2:1 (1:0) durch und rangieren in der Tabelle der Fussball-Bundesliga mit 48 Punkten auf Rang fünf.

Der eingewechselte Nils Petersen sorgte in der 69. Minute mit seinem insgesamt 33. Joker-Tor für den Erfolg. Zuvor egalisierte Filip Kostic (54.) vor 47’000 Zuschauern Freiburgs Führung durch Vincenzo Grifo (27.). Für die Eintracht war es nach dem 1:1 gegen den FC Barcelona im Viertelfinal-Hinspiel der Europa League eine missglückte Generalprobe für das Rückspiel am kommenden Donnerstag. Frankfurt hat als Neunter fünf Punkte Rückstand zu den internationalen Plätzen. Unerfreuliche Nachrichten gab es auch aus Schweizer Sicht: Nati-Star Djibril Sow musst bereits nach 31 Minuten verletzungsbedingt ausgewechselt werden.

Protest-Aktion wiederholt sich

Zu einer kuriosen Szene kam es zudem schon nach zwei Spielminuten. Zwei Männer hatten sich in einer Protestaktion an beiden Pfosten des Tores von Eintracht-Keeper Kevin Trapp festgemacht. Als die Gastgeber in der Vorwärtsbewegung waren, rannten die beiden Männer am Sicherheitspersonal vorbei aufs Feld, stellten sich an die Pfosten und banden sich am Hals am Gestänge fest. Die Männer trugen T-Shirts mit der Aufschrift: «Letzte Generation – Stoppt den fossilen Wahnsinn».

Trapp sprach kurz mit einem der Beteiligten, während von den Rängen Fans Schmähungen riefen und buhten. Nach nicht ganz drei Minuten wurden die beiden Personen von den Pfosten entfernt und vom Platz geführt. Danach pfiff Schiedsrichter Felix Brych das Spiel wieder an. Vor einigen Wochen hatte es in der englischen Premier League einen ähnlichen Vorfall gegeben. Damals hatte sich während der Partie des FC Everton gegen Newcastle United ein 21-Jähriger mit einem Kabelbinder um den Hals an einen Torpfosten gebunden.

VfL Bochum – Bayer Leverkusen 0:0

Bayer Leverkusen um Trainer Gerry Seoane hat den dritten Sieg in Serie verpasst, bleibt in der Bundesliga nach dem torlosen Remis beim VfL Bochum aber auf Champions-League-Kurs. Beim ganz starken Aufsteiger konnten die Gäste am Sonntag ihre wenigen Chancen nicht nutzen. Trotz des 0:0 bleibt die Werkself mit nunmehr 52 Punkten auch nach dem 29. Spieltag auf dem dritten Tabellenplatz.

Bayer hatte aber auch Pech: Ein verwandelter Foulelfmeter von Moussa Diaby (65.) fand keine Anerkennung, weil sich Diaby dabei selbst leicht ans Standbein geschossen und damit regelwidrig den Ball ein zweites Mal berührt hatte.

RB Leipzig – TSG Hoffenheim 3:0

RB Leipzig hat die TSG Hoffenheim wohl endgültig aus dem Rennen um die Champions League geworfen und seine Erfolgsserie auf ein Dutzend ausgebaut. Der Vizemeister der Bundesliga siegte am Sonntagabend 3:0 (3:0) gegen die stark ersatzgeschwächten Kraichgauer und blieb damit wettbewerbsübergreifend im zwölften Spiel nacheinander ohne Niederlage. Während Leipzig Platz vier festigte, muss Hoffenheim als Sechster bei nun sieben Punkten Rückstand auf RB und sechs verbleibenden Spielen alle Hoffnungen auf die Königsklasse begraben.

Vor 35 112 Zuschauern erwischte Leipzig einen Traumstart. Christopher Nkunku erzielte in der fünften Minute seinen 17. Liga-Treffer dieser Saison, der auch einer längeren Abseits-Überprüfung des Videoschiedsrichters standhielt. Bei seinem ersten Startelf-Einsatz seit fast elf Monaten erhöhte Nationalspieler Marcel Halstenberg (20.) auf 2:0, Dominik Szoboszlai (44.) entschied das Spiel praktisch schon kurz vor der Halbzeit.

(dpa/law)

Deine Meinung

5 Kommentare