Sepak Takraw: Ein kleiner Rattanball erfordert Geschick
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Sepak Takraw: Ein kleiner Rattanball erfordert Geschick

Sepak Takraw ist eine asiatische Mannschaftssportart mit 500 Jahre alter Tradition. Seit 2000 wird diese Sportart auch in Basel praktiziert.

«Um mit Takraw anzufangen, braucht es einen Ball, ein gutes Ballgefühl, Beweglichkeit und Geduld», erzählt Reto Loeliger, Gründer des Sepak Takraw Club Basel. Geduld vor allem darum, weil der Rattan- oder Synthetikball mit allen Körperteilen ausser den Armen und Händen gespielt werden darf. Dies sei nicht einfach und würde durch die Elastizität, die der geflochtene Ball habe, noch erschwert.

«Meist vollführen die Spieler akrobatische Sprünge und machen bei Turnieren Fallrückzieher oder Saltos», so Loeliger. Das in Asien als Nationalsport geltende und hier kaum bekannte Takraw kann entweder als Kreisspiel oder Mannschaftssport ausgeübt werden. Bei Turnieren stehen zwei Dreier-Teams auf einem Feld und spielen über ein 1,52 Meter hohes Netz – ähnlich wie beim Volleyball, aber einfach ohne die Hände.

Da es in der Schweiz nur die Basler Mannschaft gibt, konnte diese vor fünf Jahren an der WM in Bangkok teilnehmen. «Unser Team bestand aus einem Verletzten, einem Anfänger und mir. Wir hielten uns aber gut und ernteten viel Applaus und sogar einige Punkte», erinnert sich der Balljongleur mit einem Grinsen im Gesicht.

Denise Dollinger

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