Krieg im Kaukasus: Separatisten erobern Kodori-Schlucht
Aktualisiert

Krieg im KaukasusSeparatisten erobern Kodori-Schlucht

Die georgischen Truppen in Abchasien sind nach Angaben aus Verteidigungskreisen von Separatisten von ihrem letzten Stützpunkt in der abtrünnigen Provinz vertrieben worden.

Bei der Vertreibung aus dem nördlichen Teil der Kodori-Schlucht seien ein abchasischer Reserveoffizier getötet und zwei Menschen verletzt worden, sagte der stellvertretende Verteidigungsminister Generalmajor Anatoli Saizew am Dienstag.

Die abchasischen Streitkräfte hätten die georgische Flagge über der Verwaltungszentrale in der Ortschaft Tschchalta eingeholt, sagte Saizew weiter. Seine Angaben konnten zunächst nicht von unabhängiger Seite bestätigt werden.

Die von Russland unterstützten abchasischen Separatisten hatten am Dienstagmorgen mit Artillerieangriffen auf georgische Truppen begonnen und erklärte, Ziel sei die Vertreibung der Einheiten aus dem Norden der Kodori-Schlucht. Es war das einzige Gebiet in Abchasien, das noch von georgischen Truppen kontrolliert wurde. Russische Truppen waren am Montag von Abchasien aus nach Georgien vorgestossen. (dapd)

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