Krieg in der Ukraine: Separatisten führen Kriegsgefangene vor
Aktualisiert

Krieg in der UkraineSeparatisten führen Kriegsgefangene vor

Im ostukrainischen Donezk führten die Separatisten mehrere Dutzend gefangener Soldaten vor. Die Einwohner rufen: «Faschisten! Faschisten!»

von
pwe

Prorussische Separatisten haben dutzende gefangene ukrainische Soldaten öffentlich in der ostukrainischen Grossstadt Donezk vorgeführt. Sie seien gezwungen worden, auf einer Hauptstrasse zu marschieren, sagten Augenzeugen.

Die bei der Armeeoffensive gegen die Aufständischen gefangen genommenen Soldaten wurden am Sonntag auf dem zentralen Leninplatz von Einwohnern mit Rufen wie «Faschisten! Faschisten!» beschimpft. , Die Zurschaustellung erfolgte am Unabhängigkeitstag, der in der Hauptstadt Kiew mit einer grossen Militärparade gefeiert wurde.

Militärparade in Kiew

In Kiew beging die Ukraine den 23. Jahrestag ihrer Unabhängigkeit. Im Beisein von Oberbefehlshaber und Präsident Petro Poroschenko wurde eine Militärparade abgehalten.

Mindestens 1500 Soldaten sowie 49 Einheiten schwerer Armeetechnik sollten an der Waffenschau im Zentrum der Hauptstadt teilnehmen. Das Fernsehen übertrug live.

Die Parade gilt auch als Demonstration der Stärke im Konflikt der prowestlichen Regierung mit den prorussischen Aufständischen. Die damalige Sowjetrepublik Ukraine hatte am 24. August 1991 ihre Unabhängigkeit von Moskau erklärt.

Drastisch erhöhte Militärausgaben

Weiter fährt die Ukraine ihre Rüstungsausgaben drastisch hoch: Bis 2017 sollen umgerechnet knapp 2,3 Milliarden Euro mehr ausgegeben werden als zunächst geplant, wie Präsident Petro Poroschenko am Sonntag ankündigte.

Das Militärbudget 2014 liegt nach Angaben des Verteidigungsministeriums bei gut 1,1 Milliarden Euro. Die Streitkräfte verlangen eine Aufstockung der Mittel. (pwe/sda)

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