Aktualisiert 18.07.2014 07:34

KooperationSeparatisten lassen Absturz-Untersuchung zu

Die Maschine MH17 stürzte auf dem von Separatisten kontrollierten Gebiet in der Ukraine ab. Jetzt wollen diese sicherstellen, dass internationale Ermittler Zugang zur Absturzstelle erhalten.

Vertreter der prorussischen Separatisten haben sich nach dem möglichen Flugzeugabschuss im Osten der Ukraine bereit erklärt, internationalen Ermittlern sicheren Zugang zur Absturzstelle zu gewähren. Die OSZE fordert eine unabhängige Untersuchung.

Nach dem Absturz der Passagiermaschine der Malaysia Airlines diskutierte die Kontaktgruppe aus Ukraine, Russland und der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) mit Vertretern der Separatistengruppen in Donezk am Donnerstag per Videokonferenz. Das geht aus einer OSZE-Mitteilung vom frühen Freitagmorgen hervor.

OSZE-Beobachter sollen Zugang erhalten

Das Wrack liegt in einem von den Separatisten kontrollierten Gebiet. Im Sinne von Sofortmassnahmen hätten sich die Separatistenvertreter verpflichtet, die Absturzstelle abzuriegeln, damit «lokale Behörden» die Bergung der Leichen vorbereiten könnten, hiess es im Communiqué weiter. Einer nationalen Untersuchungskommission mit internationalen Ermittlern soll sicherer Zugang gewährt werden.

Auch OSZE-Beobachter sollen einen sicheren Zugang und Sicherheitsgarantien erhalten. Ausserdem sagten die Vertreter ihre Kooperation mit ukrainischen Behörden zu, um «praktische Fragen» zur Bergung und zur Untersuchung anzugehen.

Burkhalter fordert unabhängige Untersuchung

Der Schweizer Aussenminister und derzeitige OSZE-Präsident Didier Burkhalter sprach in einer weiteren OSZE-Mitteilung den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus. Er forderte eine sorgfältige und unabhängige Untersuchung und begrüsste, dass die Ukraine internationale Unterstützung annehmen wolle. Die OSZE wolle die Ukraine bei den Bergungsarbeiten unterstützen.

Zu viele unschuldige Zivilisten seien im Konflikt bislang ums Leben gekommen, lässt sich Burkhalter weiter zitieren. Die involvierten Parteien müssten nun ihre Bemühungen für einen nachhaltigen Waffenstillstand verdoppeln. Die Ergebnisse der Videokonferenzen vom Donnerstag begrüsste Burkhalter. (sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.