Korsika: Separatisten wollen aus dem Untergrund heraus
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KorsikaSeparatisten wollen aus dem Untergrund heraus

Die korsische Separatistenorganisation FNLC hat die Demilitarisierung verkündet. Man wolle künftig auf offiziellem Weg seine Ziele verfolgen.

Die FNLC hat immer wieder Bombenanschläge verübt. Meist gegen Villen reicher Franzosen oder wie hier im Bild gegen ein Rohbau eines Polizeiquartiers im Jahr 2002.

Die FNLC hat immer wieder Bombenanschläge verübt. Meist gegen Villen reicher Franzosen oder wie hier im Bild gegen ein Rohbau eines Polizeiquartiers im Jahr 2002.

Die korsische Separatistenorganisation FNLC will ihren bewaffneten Kampf für die Unabhängigkeit der Insel aufgeben. In einem über französische Medien verbreiteten Pamphlet kündigte die wichtigste Gruppe korsischer Nationalisten am Mittwoch an, sie wolle eine Demilitarisierung einleiten und nach und nach aus dem Untergrund herauskommen.

Die Nationale Befreiungsfront Korsikas (FNLC) hatte zuvor schon mehrfach von einem Waffenstillstand gesprochen, nun geht es auch um Entwaffnung. Die Verfasser des 14 Seiten umfassenden Dokuments kündigten an, ihre Ziele künftig auf offiziellen Wegen verfolgen zu wollen.

Die FNLC ist als Teil einer zersplitterten Separatistenszene seit fast 40 Jahren auf der französischen Insel aktiv. Korsika wurde immer wieder von Anschlagsserien erschüttert. Ziele waren dabei vor allem Villen reicher Franzosen. Gleichzeitig wurden bei Attentaten viele Menschen erschossen, vermutlich im Auftrag von Mafiabanden. (sda)

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