WM 2010: Sepp Blatter wirft Peru raus
Aktualisiert

WM 2010Sepp Blatter wirft Peru raus

Die FIFA hat ihre Drohung wahrgemacht und Peru wegen politischer Einmischung in sportliche Belange ausgeschlossen.

FIFA-Präsident Sepp Blatter hatte vom Andenstaat, in welchem seit Monaten ein Streit zwischen dem Fussballverband und der Regierung herrscht, ein von beiden Seiten unterzeichnetes Dokument erwartet, das eine Lösung des Konflikts innert zehn Tagen vorsieht. Dies ist anscheinend nicht geschehen.

Die peruanische Regierung erkennt Manuel Burga wegen dessen angeblich irregulärer Wahl nicht als Präsidenten des Landesverbandes FPF an. Burga wird Amtsmissbrauch vorgeworfen. Vonseiten der Regierung Perus war bereits zuvor verlautbart worden, dass man «Erpressungsversuche» der FIFA nicht akzeptieren werde.

Offizielles Statement fehlt noch

Ein offizielles FIFA-Statement zum Ausschluss lag vorerst nicht vor. Sollte die FIFA die Sperre bestätigen, würde Peru aus der laufenden südamerikanischen WM-Qualifikation und alle peruanischen Vereine aus den südamerikanischen Club-Bewerbern ausgeschlossen werden. Aufgrund der anhaltenden Kontroversen war Peru bereits die Austragung der U20-Kontinentalmeisterschaft im kommenden Jahr entzogen worden

Perus Chancen auf eine Qualifikation für die WM 2010 in Südafrika waren sowieso nur noch gering. Die Mannschaft um Superstar Jefferson Farfan und Claudio Pizarro liegt in der Südamerika-Qualifikation mit nur sieben Punkten aus zehn Spielen an letzter Stelle. Auf einen Platz für die direkte WM-Qualifikation fehlen den Kickern vom Andenstaat bereits neun Zähler.

(fox/si)

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