Aktualisiert 14.06.2004 16:13

Serbische Regierung unter Druck

Nach ihrer haushoch verlorenen Präsidentenwahl vom Wochenende steht die serbische Regierung unter Druck.

«Wir brauchen entweder eine Regierungsumbildung oder vorgezogene Wahlen», sagte der stellvertretende Ministerpräsident Miroljub Labus am Montag. Nach Angaben der Wahlkommission kam der Kandidat der regierenden Demokratischen Partei Serbiens (DSS), Dragan Marsicanin, mit nur 13,3 Prozent der Stimmen auf den vierten Platz. Er ist einer der Verbündeten von Ministerpräsident Vojislav Kostunica.

Die Präsidentenwahl wird nun in zwei Wochen zwischen dem Ultranationalisten Tomislav Nikolic und dem Reformer Boris Tadic entschieden. Nikolic erzielte im ersten Wahlgang 30,4 Prozent, Tadic 27,6 Prozent. Die Stichwahl ist notwendig, weil keiner der beiden die absolute Mehrheit erreichte. Am Montag kündigten bereits die drei Bündnispartner Kostunicas an, Tadic bei der Stichwahl zu unterstützen. (dapd)

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