Aktualisiert

Serono gut im Wind

Der Genfer Biotechnologiekonzern Serono hat den Gewinn im ersten Quartal 2004 gegenüber der gleichen Vorjahresperiode massiv gesteigert.

Der Quartalsgewinn schwoll gemäss Mitteilung vom Donnerstag um 76,4 Prozent auf 106,1 Millionen Dollar an. Im ganzen Jahr wird eine Steigerung von mindestens 20 Prozent angestrebt.

Serono-Chef und America's-Cup-Gewinner Ernesto Bertarelli zeigte sich in der Mitteilung mit dem Quartalsabschluss zufrieden. Die Performance sei sehr stark, alle Geschäftsbereiche hätten sich gut entwickelt, wurde er zitiert. Analysten hatten jedoch einen etwas höheren Gewinn erwartet.

Der Gesamtumsatz von Serono stieg um 25,9 Prozent auf 557,1 Millionen Dollar. Der Produkteumsatz nahm um 26,7 Prozent auf 516,7 Millionen Dollar zu. In Lokalwährungen betrugen die Zuwächse 16,4 beziehungsweise 16,7 Prozent. Der Betriebsgewinn wuchs um 78,2 Prozent auf 116,1 Millionen Dollar, der Nettofinanzertrag lag mit 9,0 Millionen Dollar um 36,5 Prozent höher.

Analysten zeigten sich vor allem vom Verkaufserfolg des Neurologie-Medikaments Rebif in Europa überrascht. Dieses steuert zusammen mit dem für die Reproduktionsmedizin entwickelten Gonal-f, dessen Verkäufe ebenfalls wuchsen, den Löwenanteil zum Produkteumsatz bei. Grosse Zukunftshoffnungen sind mit dem Psoriasis-Mittel Raptiva verknüpft. Es wurde, erstmals in Europa und ausserhalb der USA, im vergangenen März in der Schweiz für erwachsene Patienten zugelassen. Bis Mitte Jahr wird die Beurteilung durch den medizinischen Ausschuss der EU-Zulassungsbehörde erwartet.

Die allgemein schwächere Schweizer Börse quittierte den Zwischenbericht positiv. Der Serono-Kurs stieg gegenüber dem Vorabend zeitweise um 4,4 Prozent. Am frühen Nachmittag lag er mit 804 Franken noch 0,8 Prozent höher, der Blue-Chips-Index SMI aber um rund ein Prozent tiefer. (dapd)

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