Servette Chênois spielen um UEFA Women’s Champions-League Einzug
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Nach Sieg gegen Glasgow CityServette-Frauen schaffen den Sprung in die «Königsklasse»

Der Schweizer Frauenfussballmeister Servette gewinnt gegen Glasgow City in der Champions-League-Qualifikation und steht nun erstmals in der Gruppenphase der Königsklasse.

von
Anamaria Peyer
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Die Genferinnen haben sich erstmals für die Champions-League Hauptrunde qualifiziert. 

Die Genferinnen haben sich erstmals für die Champions-League Hauptrunde qualifiziert.

Getty Images
In einem hart umkämpften Spiel schlägt Servette die Schottinnen mit 2:1.

In einem hart umkämpften Spiel schlägt Servette die Schottinnen mit 2:1.

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Im Hinspiel trennten sich Servette und  Glasgow City 1:1.

Im Hinspiel trennten sich Servette und Glasgow City 1:1.

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Darum gehts

  • Servettes Frauen stehen dank einem 2:1-Sieg gegen Glasgow City in der Champions League.

  • Im Hinspiel hatten sich die beiden Teams mit einem 1:1 getrennt.

  • Die Genferinnen kassieren für den Gruppenphaseneinzug eine garantierte Prämie von CHF 434’000.

Was für ein Erfolg für den Schweizer Frauenfussball. Die Frauen von Servette Chênois schlagen im Rückspiel der Champions-League-Qualifikation den schottischen Meister Glasgow City mit 2:1 und steht damit erstmals in der Gruppenphase der Königsklasse.

Verhängnisvoller Rückpass der Glasgowerinnen

Der schottische Topclub gab Servette am Anfang der Partie viel Spielraum und liess den Schweizer Meister gewähren. In der 14. Minute kam dann nach einem Abschlag von der Glasgow Torhüterin Stürmerin Priscila Chinchilla urplötzlich an den Ball und schob ihn ein zur frühen Führung für die Gastgeberinnen.

Nach diesem Rückschlag brauchte Servette einige Minuten und drängte dann auf den Anschlusstreffer. Glasgow versuchte mit Konter weiterhin Druck zu machen, übergab das Spiel aber immer mehr Servette. Kurz vor der Pause unterlief den Schottinnen dann ein Malheur, als Torhüterin Lee Alexander einen Rückpass unerlaubterweise in die Hände nahm. Den darauffolgenden indirekten Freistoss, versenkte Servette-Stürmerin Boho Sayo direkt.

Frühes Genfer Tor nach der Pause

Nach dem Pausentee versuchten die Genferinnen gleich den Schwung der ersten Halbzeit mitzunehmen und setzten die Schottinnen bei jedem Zweikampf unter Druck. Wenig überraschend entstand in der 47. Minute nach einem langen Ball das zweite Tor für Servette. Amandie Soulard spielte von der rechten Seite den Ball in die Mitte und sah, wie nach einem Durcheinander im Strafraum die Schweizer Nationalspielerin Sändy Mäendly per Kopf traf.

Der Führungstreffer der Genferinnen verlagert das Spiel in der Folge vor allem in das Mittelfeld. Die Schottinnen versuchten zwar die Partie zu wenden, kamen aber zu keiner nennenswerten Chancen mehr. Somit steht Servette Féminin erstmals in der Champions-League Hauptrunde. Auf wen die Genferinnen treffen werden, wird am nächsten Montag ausgelost.

FCZ- Frauen verpassen Königsklasse-Einzug

Die Genferinnen erreichen als einziges Team von der Schweiz die CL-Hauptrunde. Bereits in der 1. K.O Runde verpassten die Vizemeisterinnen vom FC Zürich die Champions League. Nach zwei Niederlagen gegen die AC Milan und Valur Reykjavik im heimischen Letzigrund-Stadion, sind sie ausgeschieden

Neues Verteilungssystem führt zu mehr Geld im Frauenfussball

Seit die Uefa ein neues finanzielles Verteilungssystem für die Jahre 2021-2025 etabliert hat, kann mit einer nachhaltigen Zukunft des Frauenfussballs gerechnet werden. Das neue Reglement führt zu deutlich höheren Prämien und erstmaligen Solidaritätszahlungen für alle Erstligavereine, welche die Verbände für die Uefa Women’s Champions League anmelden.

In der laufenden Saison sollen so, nach Angaben der Uefa, 24 Millionen Franken zur Verfügung gestellt werden. Dies ist viermal so viel, wie zuvor. Auch Servette Chênois profitiert nun als eines der 16 besten Teams von höheren Prämien. Nach ersten Einschätzungen erhält beispielsweise ein Verein, der an der Gruppenphase teilnimmt, eine garantierte Prämie von CHF 434’000. Dieser Betrag ist fünfmal höher als dieser, welcher beim Erreichen des Achtelfinales zuvor ausgeschüttet wurde. Der Sieger kann bis zu CHF 1,5 Mio. erhalten.

Alle Women’s Champions League Spiele im Free-TV

Ab dieser Saison wird die Champions League der Frauen zudem neu mit 16 Teams stattfinden. Mit dieser Änderung werden laut Uefa 20 Prozent mehr Spiele stattfinden. Diese Massnahme soll zu einer höheren Reichweite und verbesserten Qualität im Frauenfussball führen. Ausserdem wurde das neue Format von der UEFA in Zusammenarbeit mit den Clubs und der European Club Association entwickelt.

Die Änderung, welche vom Uefa-Exekutivkomitee beschlossen wurde, beinhaltet zusätzlich auch das zentralisierte Marketing und TV-Übertragungen. So soll das Ziel einer Verdoppelung der Reichweite und der Wert der UEFA Women’s Champions League erreicht werden. Dazn ist eine Partnerschaft mit Youtube eingegangen und hat sich die globalen Rechte gesichert, um zum ersten Mal alle Spiele der UEFA Women's Champions League weltweit und kostenlos zu übertragen.

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