Neue Formate und Moderatoren: Setzt das SRF endlich auf neue Gesichter?
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Neue Formate und ModeratorenSetzt das SRF endlich auf neue Gesichter?

Mit Linda Fäh und Kiki Mäder bringt das SRF frische Gesichter auf den Bildschirm. Endlich! Doch stopp, zu früh gefreut: laut Sender keine Strategie, sondern «reiner Zufall».

von
Lorena Sauter

Stets lachten die gleichen Gesichter den SRF-Zuschauern entgegen: Von Dauerjoker Sven Epiney über Rainer Maria Salzgeber oder Steffi Buchli – gern setzt das Schweizer Fernsehen in Sachen Moderation auf altbewährte Allzweckwaffen. Bis jetzt. Das Leutschenbach bringt aktuell vermehrt frische Talente auf den Schirm.

Innerhalb kurzer Zeit präsentiert das SRF gleich zwei neue Haupt-Moderatorinnen – und mit ihnen zwei neue Formate: Einerseits wurde am Montag bekannt, dass Schlagersängerin und Ex-Miss-Schweiz Linda Fäh an Heiligabend in «Klingende Weihnachten – Heiligabend mit Musik und Gästen» ihre SRF-Moderations-Premiere feiern wird. Zudem verpflichtete der Sender Ende Oktober «Happy Day»-Co-Moderatorin Kiki Mäder für ihre erste eigene Samstagabendsendung «Jetzt oder nie – Lebe deinen Traum», die diese Woche zum ersten Mal ausgestrahlt wird.

Tatsächlich Zufall?

Die Nachwuchs-Förderung im SRF ist offensichtlich, und doch verneint der Sender eine Strategie zur Modernisierung dahinter: «Dass aktuell verschiedene Personen eine Sendung neu moderieren, ist reiner Zufall», sagt Andrea Wenger, Leiterin Media Relations, zu 20 Minuten. Sie würden für jede Sendung diejenige Person auswählen, die sich von den Erfahrungen und Fähigkeiten her am besten eignen würde.

Irgendwie mag man dem Zufallsprinzip nicht so recht glauben. Regelmässige SRF-Zuschauer dürften jüngst auch bemerkt haben: «Arena»-Moderator und -Redaktionsleiter Jonas Projer sowie «Tagesschau»-Anchorman Franz Fischlin stehen vermehrt im Einsatz. Mit dem «Medienclub» hat sich Letzterer nicht nur ein neues fixes Format geschnappt, Fischlin führte zusätzlich am Samstag durch die Sondersendung zu den Paris-Attentaten. Doch auch das ist offenbar Zufall. Das Moderationsteam habe sich die Einsätze aufgeteilt und Fischlin kenne eben die Abläufe im neuen Sondersendungsstudio, so Wengers Antwort.

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