Lungenkollaps-Gefahr: Seufzen Sie mehr – Ihrer Gesundheit zuliebe!
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Lungenkollaps-GefahrSeufzen Sie mehr – Ihrer Gesundheit zuliebe!

Der Mensch seufzt aus unterschiedlichsten Gründen. Doch medizinisch gesehen gibt es nur einen, allerdings lebenswichtigen Grund für das Aufstöhnen.

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Zu viel Arbeit, zu viel Haushalt, zu viele Sorgen: Meistens sind es Kummer und Probleme, die einen laut aufseufzen lassen. Dazu saugt man die Lungenflügel voller Luft und atmen sie schnell und kräftig wieder aus.

Warum man das aber tut, war bislang nicht ganz klar. Die einen vermuten, dass der Betroffene seinen Mitmenschen so versucht, unbewusst mitzuteilen, dass er Hilfe braucht. Andere gehen davon aus, dass es von der inneren Anspannung befreit. Und wieder andere – Forscher der University of California und der Stanford University – haben einen biologischen Grund ausgemacht, wie sie im Fachjournal «Nature» berichten.

Geseufzt wird auf Kommando

Dem Team um Jack Feldman zufolge ist das unwillkürliche Seufzen für unsere Lungenfunktion enorm wichtig. Denn durch dieses tiefe Atmen blasen sich zuvor zusammengefallene Lungenbläschen wieder auf.

Das ist lebensnotwendig, denn «wenn diese kollabieren, dann stören sie die Fähigkeit der Lunge, Sauerstoff und Kohlendioxid auszutauschen», so Feldman in einer Mitteilung seiner Hochschule. Der einzige Weg, sie wieder aufzublasen, sei das Seufzen, das doppelt so viel Luftvolumen in die Lunge bringt wie ein normaler Atemzug.

Auch der Steuerung kamen die Forscher auf die Schliche: In den Gehirnen von Mäusen stiessen sie auf 200 Gehirnzellen, die beim Seufzen zwei bestimmte Hirnbotenstoffe – sogenannte Neuropeptide – abgeben. Diese aktivieren dann im Hirnstamm 200 weitere Zellen, die dafür sorgen, dass besonders tiefe Atemzüge ausgelöst werden.

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