Winterthur: Sex-Abwart: Es bleibt bei zwei Jahren bedingt
Aktualisiert

WinterthurSex-Abwart: Es bleibt bei zwei Jahren bedingt

Ein ehemaliger Abwart des Winterthurer Stadthauses erhält wegen des sexuellen Missbrauchs seiner 13-jährigen Stieftochter eine bedingte Freiheitsstrafe von zwei Jahren. Dieser Entscheid gilt nun seit Montag als endgültig.
Ein ehemaliger Abwart des Winterthurer Stadthauses erhält wegen des sexuellen Missbrauchs seiner 13-jährigen Stieftochter eine bedingte Freiheitsstrafe von zwei Jahren. Dieser Entscheid gilt nun seit Montag als endgültig.

von
Attila Szenogrady

Zum am Montag angesetzten Berufungsprozess kam es nicht mehr. Wie die I. Strafkammer den Medien mitteilte, haben sowohl der heute 36-jährige Angeklagte als auch die Anklagebehörden ihre Anträge noch vor der Verhandlung zurückgezogen. Am Montag erwuchs deshalb das Urteil in Rechtskraft.

13-jährige Stieftochter missbraucht

Die Vorwürfe der Anklagebehörde gingen auf den Zeitraum zwischen Herbst 2003 und Frühjahr 2004 zurück. Damals soll sich der damalige Hauswart des Winterthurer Stadthauses wiederholt an seiner 13-jährigen Stieftochter sexuell vergangen haben. Mittels Zungenküssen aber auch mittels oralen und manuellen Sexpraktiken. Tatorte waren der Keller am Wohnort der Familie oder der Archivkeller des Winterthurer Stadthauses, wo der grundsätzlich geständige Schweizer gearbeitet hatte.

Täter im Glück

In der Folge hatte der Angeklagte viel Glück. So wurde er im Herbst 2006 in einem ersten Prozess am Bezirksgericht Zürich wegen sexuellen Handlungen mit Kindern sowie Pornographie zu einer unbedingten Gefängnisstrafe von zwei Jahren verurteilt. Dem Verteidiger gelang es danach, das Urteil erfolgreich anzufechten. Dabei kam dem Ex-Hauswart das neue Strafrecht entgegen, da dieses eine zweijährige Freiheitsstrafe noch auf Bewährung zulässt.

Was dann auch im Herbst 2008 vor dem Bezirksgericht Zürich dank einer nicht ungünstigen Prognose tatsächlich geschah. Nun ist das Urteil amtlich, weshalb der Angeschuldigte nicht mehr hinter Gitter muss. Er wurde aber verpflichtet, der Geschädigten eine Genugtuung von 15 000 Franken zu bezahlen.

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