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FreiburgSex-Attacke erfunden, um Polizei als Taxi zu nutzen

Eine betrunkene Frau hat behauptet, sexuell belästigt worden zu sein. Mit dieser Geschichte wollte sie bewirken, dass die Polizei sie nach Hause fährt.

von
Christian Humbert / kün
Die Polizeibeamten weigerten sich, den Taxi-Dienst zu leisten.

Die Polizeibeamten weigerten sich, den Taxi-Dienst zu leisten.

Keystone/Urs Flueeler

«Ich bin in Gefahr, ich wurde soeben ein Opfer sexueller Gewalt.» Mit diesen Worten alarmierte eine alkoholisierte 40-jährige Frau in einer Nacht im Mai die Freiburger Polizei. Doch es stellte sich schnell heraus: Der Frau war nichts angetan worden. Ziel der Aktion war es, wie sie später gestand, gratis von der Polizei nach Hause chauffiert zu werden. Sie wurde nun verurteilt, schreibt «20 minutes».

Nach dem Notruf der Frau um 2.30 Uhr hatten sich die Polizeibeamten vor Ort begeben, auf einen Platz im Freiburger Stadtzentrum. Als ihnen klar wurde, dass die Frau alles erfunden hatte, weigerten sie sich, das Taxi zu spielen. Sie fuhren zurück in die Zentrale.

Sie rief ein zweites Mal an

Die Frau meldete sich eine Stunde später erneut bei der Polizei. Dieses Mal sagte sie, sie wolle sich mit Medikamenten das Leben nehmen. Es rückte wieder eine Patrouille aus. Doch es handelte sich abermals um einen Fehlalarm. Daraufhin wurde gegen die Frau Anzeige erstattet.

Sie ist nun zu 100 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt worden. Ausserdem muss die Frau für eine Busse über 300 Franken sowie für Kosten über 475 Franken aufkommen. Alles viel teurer als eine kurze Taxifahrt...

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