«Vinyl»: Sex, Drugs und Rock'n'Roll am Valentinstag
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«Vinyl»Sex, Drugs und Rock'n'Roll am Valentinstag

Am Tag der Liebe startet endlich «Vinyl», die neue Serie von Mick Jagger und Martin Scorsese. Mit von der Partie: Micks Sohn James.

von
ink

Der Trailer zu «Vinyl», der neuen Serie von Mick Jagger und Martin Scorsese. (Quelle: Youtube/HBO)

New York City, Mitte der Siebzigerjahre. Die Luft riecht nach Umbruch, nach Sex, nach Drogen. Und nach ganz viel Rock'n'Roll. Diese Ära behandelt die neue Serie «Vinyl», die am 14. Februar beim US-Sender HBO startet.

Neben Star-Regisseur Martin Scorsese produziert die Show auch einer mit, der diese Zeit hautnah mit- und vor allem überlebt hat: Mick Jagger. Der Rolling Stone erinnert sich noch gut an diese Jahre, als Bands wie die New York Dolls ein neues Zeitalter des Rock'n'Roll einläuteten: «Das war ein riesiger musikalischer Moment, vor allem in New York», so Jagger zu «Billboard».

Sieht aus wie ein Jagger, ist auch ein Jagger

«Vinyl» handelt von diesem Umbruch im Musikbusiness, als sich Rock zu einer Mischung aus Glam, Soul und Punk entwickelt und als sich Bands durch Sexappeal und ungezügelten Drogenkonsum genauso einen Namen machten, wie durch die Musik, die sie dabei spielten. Einer dieser neuen Musiker in «Vinyl» ist Kip Stevens, der Frontmann der fiktiven Rockband The Nasty Bits.

Wer im Trailer zur Show eine gewisse Ähnlichkeit zwischen Kip und Mick Jagger entdeckt, liegt goldrichtig: Kip wird nämlich von James Jagger gespielt, dem gemeinsamen Sohn von Mick und dessen Ex-Frau Jerry Hall. Der 30-Jährige hat schon vor den Dreharbeiten zu «Vinyl» Bühnenerfahrung gesammelt. Er ist neben seinen Ausflügen in die Schauspielerei (unter anderem in «Mr. Nice» 2010) nämlich Frontmann der britischen Punkband Turbogeist. Während James aber mit «Vinyl» beschäftigt ist, nimmt sich die Band eine Auszeit.

James Jagger und seine Band Turbogeist mit Alien Girl.

Quelle: (Youtube/Turbogeist/Official)

Das dreckige Geschäft mit der Musik

Mit seinem Sohn ist Mick Jagger äusserst zufrieden, wie er in einem Interview mit «Billboard» verrät. Die Rolle sei aber nicht extra für James geschrieben worden, so der 72-Jährige: «Als die Figur entstand, dachte ich: ‹Moment, die suchen einen Kerl, der diese Musik liebt, sie spielen kann und Schauspielerfahrung hat›.» Da habe er natürlich gleich an seinen Sohn gedacht, so Mick weiter.

Der Fokus von Mick Jaggers Show liegt aber nicht nur im musikalischen Bereich. «Mit der Musikindustrie liess sich damals noch gutes Geld machen. Die Mafia wollte ein Stück von diesem Kuchen abhaben», erklärt Regisseur Martin Scorsese gegenüber «Billboard». Und auch Jagger erinnert sich gut an frühere Zeiten: «Organisiertes Verbrechen war damals einfach ein Teil davon.»

«Vinyl» startet in Amerika am 14. Februar. Wann und wo die Serie in unseren Breitengraden ausgestrahlt wird, ist bislang noch nicht bekannt.

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