«Der böse Onkel»: Sex-Grüsel-Film ist auf der Zielgeraden
Aktualisiert

«Der böse Onkel»Sex-Grüsel-Film ist auf der Zielgeraden

Der umstrittene Film «Der böse Onkel» des Nidwaldner Regisseurs Urs Odermatt ist fast fertig. Anfang 2011 soll der Film in die Kinos kommen.

von
Markus Fehlmann
Der Regisseur Urs Odermatt bei den Dreharbeiten zu «Der böse Onkel». (Nordwest Film AG.)

Der Regisseur Urs Odermatt bei den Dreharbeiten zu «Der böse Onkel». (Nordwest Film AG.)

Im Vorfeld und während der Dreharbeiten hatte der neuste Film von Odermatt über einen pädophilen Sportlehrer wiederholt für Schlagzeilen und Kritik gesorgt. So soll etwa das Drehbuch Parallelen zum Aargauer Fall Köbi F. aufweisen. Der Lehrer und Turntrainer Köbi F. war 2000 zu 3 1/4 Jahren Zuchthaus verurteilt worden, weil er mehrfach Mädchen sexuell missbraucht hatte. Es wurde befürchtet, dass der Film die Wunden der Opfer wieder aufreissen könnte – Betroffene drohten gar mit rechtlichen Schritten. Odermatt kontert die Vorwürfe gegenüber 20 Minuten: «Der Fall Köbi F. war mir gar nicht bekannt, als ich das Drehbuch zu schreiben begann.»

Trotz Widerständen ist der Film mittlerweile abgedreht und befindet sich in der Postproduktion. «Nach den letzten Bildschnittkorrekturen folgen jetzt unter anderem Tonschnitt und digitale Korrekturen», so Odermatt. Bis Ende Oktober sollen die Arbeiten fertig sein, damit der Film ab Februar 2011 in Deutschland, Österreich und der Schweiz in den Kinos gezeigt werden kann.

Odermatt und sein Team hoffen auf eine ganz spezielle Premiere: «Unser Wunsch wäre es, dass der Film an der Berlinale Anfang Februar Welturaufführung feiern könnte.»

www.derböseonkel.ch

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