Aktualisiert 07.06.2006 06:48

Sex-Revolution 2.0 im World Wilde Web

Längst wird im Netz nicht mehr nur geflirtet: Immer mehr Jugendliche machen ihre ersten sexuellen Erfahrungen online.

Ein Viertel der männlichen Jugendlichen und 20 Prozent der Mädchen hatten in jüngster Zeit Cybersex, so der Schluss einer holländischen Studie. Definiert wird Cybersex als sexuelle Interaktion durch den Austausch von Texten oder Bildern.

Laut Richard Winzeler von der Jugendberatungsstelle Zürich gebe es für die Schweiz keine entsprechenden Untersuchungen. Allerdings beobachte man in Jugend-Chatrooms zunehmend sexualisierte Gespräche.

Gemäss der Studie hatten 32 Prozent der männlichen Jugendlichen einen echten sexuellen Kontakt mit einem Mädchen, das sie zuvor online kennen gelernt hatten. Bei den Mädchen waren es 12 Prozent. Drei Viertel der Mädchen und 80 Prozent der Jungen haben nach eigenen Angaben schon online geflirtet.

«Eltern müssen genau hinschauen, was ihre Kinder im Netz machen», so Winzeler, «denn die Grenze vom harmlosen Flirt zu konkreten sexuellen Belästigungen oder traumatisierenden Erlebnissen ist fliessend.»

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