23.04.2014 19:20

Bryan SingerSex-Skandal zieht immer weitere Kreise

Immer mehr Anschuldigungen häufen sich im Fall Bryan Singer. Nun hat das vermeintliche Opfer Michael Egan drei weitere Hollywood-Topshots angeklagt.

von
ink

Es soll ein abgekartetes Spiel mit minderjährigen Sexsklaven sein. Die homosexuellen Topshots Hollywoods treffen sich zu geheimen Partys, bei denen junge Schauspieler mit Drogen und Alkohol gefügig gemacht und dann sexuell missbraucht werden. Das behauptet zumindest das vermeintliche Opfer Michael Egan. Der heute 31-jährige Schauspieler gab zu Protokoll, er sei als Teenager mehrere Male von Regisseur Bryan Singer («X-Men») missbraucht worden. Jetzt verklagte der Mann aus Nevada drei weitere mächtige Männer im Filmgeschäft.

Auch sie sollen Egan vergewaltigt und missbraucht haben: Garth Ancier, ein Sendeverantwortlicher für TV-Stationen wie Fox und NBC, David Neuman, ehemaliger Präsident von Disney TV, und Gary Goddard, ein Unternehmer, der Themenparks mit Filmbezug entwirft. Die Anschuldigen Egans reichen von «absichtlicher Zufügung emotionalen Leids» bis hin zu «Vergewaltigung» und «Teilnahme an einem illegalen Kinderpornografie-Ring». Harter Tobak, sollten sich diese Anschuldigungen als falsch herausstellen.

Bryan Singer ist abgetaucht

Das glauben nämlich viele Fans Singers. Sie unterstellen dem angeblichen Opfer, nur Geld zu wollen, und werfen viele Fragen auf. Wie zum Beispiel, warum der Schauspieler 15 Jahre lang gewartet habe, bis er die Anschuldigungen publik gemacht habe. Just dann, wenn Bryan Singer kurz vor dem Filmstart seines neuesten «X-Men»-Films steht. Auch der Regisseur selbst weist jegliche Vorwürfe zurück und will sogar ein Alibi haben. Er sei zum Tatzeitpunkt gar nicht auf Hawaii gewesen, wo der Missbrauch stattgefunden haben soll, und er könne das vor Gericht beweisen.

Derzeit bereitet sich eine Armada an Spitzenanwälten vor, die drei Männer aus dieser Misere zu befreien, und holen zum Gegenschlag aus: Sie wollen Michael Egan wegen Rufmord verklagen. Gleichzeitig gibt Egan eine Pressekonferenz nach der anderen und erklärt, warum er so lange mit seinen Anschuldigungen gewartet hat. Seine Mutter und er sollen diese schon 1999 der Polizei in Los Angeles vorgelegt haben, doch die hätte nichts unternommen. Jetzt, 15 Jahre später, habe Egan in seinem Anwalt Jeff Herman einen Beschützer gefunden, der ihm versprochen habe, alles richtigzustellen und ihm zu helfen.

So häufig sich Egan in den Medien zeigt, so zurückhaltend bleibt der Angeklagte: Singer hat sich aus der Öffentlichkeit zurückgezogen, gibt keine Interviews und wird vermutlich auch den Promo-Terminen für seinen neuen Streifen «X-Men: Days of Future Past», der am 23. Mai in den USA anläuft, fernbleiben. Wann sich die Beschuldigten vor Gericht verantworten müssen, ist bisher nicht bekannt.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.