Aktualisiert 25.06.2019 05:16

«Ich bin feucht»

Sexbot-Welle überrollt Instagram

Auf Instagram kursiert gerade eine Menge Spam mit anzüglichem Inhalt. So geht die Plattform dagegen vor und das können Sie tun.

von
swe
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Für viele Instagram-Nutzer ist es keine Überraschung mehr, wenn sie auf der Plattform mit anzüglichen Botschaften oder Kommentaren zugespamt werden.

Für viele Instagram-Nutzer ist es keine Überraschung mehr, wenn sie auf der Plattform mit anzüglichen Botschaften oder Kommentaren zugespamt werden.

Nachrichten wie «Hallo, ich brauche Befriedigung. Schau dir meine Story an und kommentiere» sind kein neues Phänomen.

Nachrichten wie «Hallo, ich brauche Befriedigung. Schau dir meine Story an und kommentiere» sind kein neues Phänomen.

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In letzter Zeit lässt sich jedoch eine Zunahme der Aktivitäten feststellen. So fragt Nutzerin Denise auf Twitter, wo all diese Porno-Bots herkommen.

In letzter Zeit lässt sich jedoch eine Zunahme der Aktivitäten feststellen. So fragt Nutzerin Denise auf Twitter, wo all diese Porno-Bots herkommen.

Twitter/Coffeesviolett

Von Sprüchen wie «ich bin feucht» über «komm zu mir für einen guten F*ck» bis zu «sieh mir zu, wie ich abspritze»: Solche Kommentare liest man auf Instagram zurzeit häufig. Nutzer berichten in letzter Zeit von einer zunehmenden Anzahl solch schlüpfriger Botschaften. Man kann von einer richtigen Welle von diesem absurden Spam sprechen.

Neu ist das Phänomen nicht. Erstellt werden die anzüglichen Mitteilungen von sogenannten Sexbots. Diese folgen Nutzern automatisch und kommentieren deren Bilder.

Mehr Umsatz

Was ist also der Sinn dahinter? Wenig überraschend geht es dabei um Geld. «Es gibt ein unbegrenztes Angebot an Single-Männern», so Steve Smith, Betreiber eines Blogs für Marketing von Erwachseneninhalten gegenüber Vice.com. Wenn man wisse, wie man die Männer dazu bringe, auf einen Link zu klicken, könne man einen guten Umsatz erzielen.

Bei einer der bekanntesten Websites in diesem Bereich erhalte man bis zu fünf Dollar dafür, wenn eine Person auf der Seite eines Kunden die eigene E-Mail-Adresse eingebe. Der Einsatz von automatisierten Programmen ist zwar eigentlich nicht erlaubt. Dennoch werden die Sexbots unter anderem auf Instagram eingesetzt, um den Profit zu erhöhen.

Katz-und-Maus-Spiel

Instagram-Betreiber Facebook versucht schon länger, gegen die Bots vorzugehen. Doch die Programme zu bekämpfen, die Likes oder Kommentare hinterlassen, gleicht einem Katz-und-Maus-Spiel. So kann man auf der Plattform gewisse Wörter sperren, die Macher der Bots verwenden dann aber einfach andere oder eine andere Schreibweise.

Auch existieren auf Instagram derzeit über eine Milliarde Konten. Etliche sind keine echten Profile. Wie ein Instagram-Sprecher erklärt, «blockieren wir jeden Tag Millionen gefälschter Konten bei der Registrierung». Dies scheint aber offenbar nicht auszureichen.

Technische Lösungen

«Wir legen grossen Wert auf die Qualität der Inhalte auf Instagram. Es ist uns sehr wichtig zu verhindern, dass Menschen Spam und minderwertige Inhalte auf der Plattform verbreiten. Deshalb arbeiten wir daran, Spam-Aktivitäten zu bekämpfen und zu verhindern, wenn wir diese finden», so der Sprecher.

Massnahmen seien unter anderen, dass Konten und Inhalte entfernt würden, wenn diese gegen die Gemeinschaftsrichtlinien verstossen würden. Zudem werde ständig daran gearbeitet, die Technologie in diesem Bereich zu verbessern, um diese Art von Inhalten von Instagram fernzuhalten.

Auch Nutzer sind gefragt

Facebook tut also einiges, um die Plattform sauber zu halten, da die Bots und ihre Inhalte sich ständig neu erfinden, gleicht es allerdings einer nie endenden Sisyphusarbeit. Für Sie heisst das – auch wenn es nervig ist –, melden Sie die Inhalte jeweils der Plattform umgehend.

Haben Sie auch schon Erfahrungen mit diesen Sexbots gemacht? Wurden ihre Instagram-Bilder obszön kommentiert? Lassen Sie es uns wissen und schreiben Sie einen Kommentar.

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