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«Atlético Sexitano»Sexi-Sportler haben neuen Namen – wegen Facebook

Offenbar kennt niemand im Silicon Valley den spanischen Klub «Atlético Sexitano». Facebook hält den Namen für unsittlich.

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Mit Çexitano den Facebook-Zensoren ein Schnippchen geschlagen. (Screenshot: Facebook)

Mit Çexitano den Facebook-Zensoren ein Schnippchen geschlagen. (Screenshot: Facebook)

Im südspanischen Almuñécar gibt es einen Leichtathletik-Club unter dem traditionsreichen Namen «Club Atlético Sexitano». Als die Clubleitung kürzlich auf Facebook eine eigene Profilseite erstellen wollte, machte ihnen das US-Unternehmen aber Schwierigkeiten. Das Wort «Sexitano» habe eine «sexuelle» Konnotation und dürfe nicht verwendet werden.

Dabei hat «Sexitano» mit «Sex» gar nichts zu tun. Das Wort stammt aus dem 8. Jahrhundert v. Chr., als Almuñécar eine phönizische Kolonie wurde. Die Phönizier gaben der Siedlung den Namen «Ex» oder «Seks». Die Einwohner wurden «Sexi» genannt. Als 49 v. Chr. die Römer die Stadt eroberten, erhielt sie den neuen Namen Firmum Iulium Sexi.

Mit ç statt mit s

«Jetzt sollte einer denen im Silicon Valley erklären, dass der Name Sexi eng mit unserer Geschichte und Identität verbunden ist», meinte Club-Schatzmeister Manuel Alonso gegenüber «20 Minutos».

Die Clubleitung will das gar nicht erst versuchen. Für sie ist es einfacher, den Namen ihrer Institution anders zu schreiben. «Zuerst versuchten wir es mit einem Abstand, aber es klappte nicht. Dann haben wir Sexitano mit einem H dazwischen geschrieben. Keine Chance.» Schliesslich ersetzten sie den ersten Buchstaben durch ein Ç und aus Sexitano wurde Çexitano, was ausgesprochen ähnlich klingt.

Damit hatten die Sexi-Sportler Erfolg: Seit Anfang August besitzt der Club eine eigene Facebook-Seite – und hat bereits 125 Freunde.

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