Aktualisiert 12.12.2010 09:43

Wikileaks«Sexsache ist ein vorgeschobener Tatvorwurf»

Der Anwalt von Wikileaks-Gründer Julian Assange, Mark Stephens, glaubt an eine Verschwörung gegen seinen Klienten. Als Drahtzieher vermutet Stephens die USA.

«Die Sexsache ist doch nur ein vorgeschobener Tatvorwurf wegen eines Delikts, das die Inhaftierung des Verdächtigen ermöglicht, während die Ermittlungen im Zusammenhang mit dem eigentlichen, schwereren Verbrechen andauern», sagte Mark Stephens in der «Bild am Sonntag» sagte.

Die schwedische Justiz hat gegen den Gründer der Internet- Enthüllungsplattform einen internationalen Haftbefehl wegen sexueller Vergehen erwirkt, der Mann ist seit Freitag in Grossbritannien in Haft.

In Washington werde derzeit eine Grand Jury vorbereitet, sagte Stephens. Diese werde vielleicht nicht wegen Spionage gegen Assange vorgehen, aber wegen einer Reihe von Anklagepunkten in Verbindung mit Wikileaks.

Assange habe inzwischen eine Einzelzelle bezogen, sagte der Anwalt weiter. «Er hält sich wacker, scheint so gut drauf zu sein, wie es unter den Umständen eben möglich ist.» (sda)

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