17-Jährige zu Oralsex gezwungen: Sextäter von «Touch the Air» dank DNA ermittelt
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17-Jährige zu Oralsex gezwungenSextäter von «Touch the Air» dank DNA ermittelt

Mit einem Messer bewaffnet hat ein Unbekannter am «Touch the Air»-Festival 2011 in Wohlen AG eine 17-Jährige zum Oralsex gezwungen. Der mutmassliche Täter stammt aus der Region.

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An diesem Festival wurde die damals 17-Jährige zu Oralsex gezwungen...

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... 5 Jahre später konnte der mutmassliche Täter wegen DNA Spuren identifiziert werden.

... 5 Jahre später konnte der mutmassliche Täter wegen DNA Spuren identifiziert werden.

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Über fünf Jahre nach einem sexuellen Übergriff am «Touch the Air»-Festival in Wohlen auf eine damals 17-jährige Besucherin hat die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Aargau den mutmasslichen Täter ermitteln können. Es handelt sich um einen heute 27-jähriger Schweizer aus der Region Wohlen, wie die Oberstaatsanwaltschaft am Mittwoch mitteilte.

Gegen den Mann lief eine Strafuntersuchung wegen mehrfacher Fälschung von Ausweisen und Vergehen gegen das Waffengesetz. Er wurde deswegen inzwischen verurteilt. Deshalb hatte die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten im November 2016 die Erstellung eines DNA-Profils angeordnet.

Das erstellte Profil ergab einen Hit mit den DNA-Spuren, welche die Kantonspolizei Aargau im Juni 2011 im Zusammenhang mit dem am «Touch The Air»-Festival von einer damals unbekannten Täterschaft begangenen Sexualdelikt gesichert hatte.

Beschuldigter nicht geständig

Vergangene Woche hat die Polizei den 27-Jährigen an seinem Wohnort angehalten und vorübergehend festgenommen. Trotz der vorhandenen Beweise beteuert der Beschuldigte gemäss Mitteilung seine Unschuld. Die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten führt nun gegen den Mann ein Strafverfahren wegen sexueller Nötigung. Es gilt die Unschuldsvermutung. Laut Oberstaatsanwaltschaft ist er nicht einschlägig vorbestraft.

Der Beschuldigte soll in jener Nacht Ende Juni 2011 mit einem Messer bewaffnet in das Zelt der damals 17-Jährigen eingedrungen und sie zum Oralsex gezwungen haben. 20 Minuten konnte damals nach der Tat mit dem Opfer aus dem Kanton Baselland reden.

«Ich hatte Todesangst»

Anfänglich sei sie mit einem Kollegen im Zelt gewesen, der dann aber dieses wieder habe verlassen müssen. Den Täter, der sich ins Zelt schlich, hielt sie im Schlaf zunächst für ihren Kollegen. Erst als er ihr den Schlafsack wegriss, realisierte sie, dass etwas nicht stimmte. Doch dann war es schon zu spät.

«Er drückte mir das Messer an den Hals und sagte, wenn ich einen Pieps mache, steche er zu», sagte die junge Frau. Dann habe er sie zum Oralsex gezwungen und ihr die Kleider dabei aufgeschnitten. Dabei erlitt die 17-Jährige laut eigenen Aussagen Kratzer.

Die Baselbieterin traute sich nicht, um Hilfe zu schreien - sie habe Todesangst gehabt. Wie die Polizei damals mitteilte, liess der Täter ein Messer im Zelt zurück. Dieses war laut der 17-Jährigen mit Blut verschmiert. «Auch im Zelt und auf meinen Kleidern war Blut», fügte sie an. Sie ging davon aus, dass sich der Unbekannte bei der Tat mit seinem eigenen Messer verletzt hatte.

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