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Sexualmord: Mit Schweizer Armee-Bajonett getötet

Bei der Tötung des 15-jährigen Knaben im deutschen Donauwörth ist unter anderem ein Bajonett der Schweizer Armee benutzt worden.

In der Schweiz sind derzeit 30 Fahnungsbeamte mit dem Fall beschäftigt.

Der am 16. Juli 2004 in einem Waldstück im bayrischen Donauwörth aufgefundene Leichnam wies nebst Strangulationsmerkmalen auch Schnitt- und zahlreiche Stichverletzungen auf.

Bei der Wohnungsdurchsuchung des in der Schweiz inhaftierten mutmasslichen Täters in Heimberg bei Thun wurde ein Bajonett, passend auf das Sturmgewehr 57, sichergestellt.

Es ist möglich, dass dieses Bajonett bei der Tötung des 15- Jährigen benutzt worden war, heisst es in einer Mitteilung des Untersuchungsrichteramtes Berner Oberland und der Kantonspolizei Bern vom Dienstag. Entsprechende kriminaltechnische und rechtsmedizinische Untersuchungen sind im Gange.

Seit seiner Festnahme am 27. August in Herisau AR ist der tatverdächtige 33-jährige Schweizer mehrmals einvernommen worden. Im Verlauf der Einvernahmen sagte er unter anderem aus, dass das Treffen mit dem Knaben von einem 41-jährigen Komplizen in Deutschland via Chat im Internet organisiert worden sei.

Obschon das Treffen das Ziel hatte, sexuelle Handlungen am 15- Jährigen vorzunehmen, ist derzeit unklar, inwieweit sexuelle Motive letztlich zur Tötung des Knaben geführt haben. Hingegen könne heute davon ausgegangen werden, dass die Aussagen der beiden Tatverdächtigen über den Tathergang weitgehend überein stimmen.

(sda)

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