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Mord in PerugiaSexualmord: Täter soll Romantiker sein

Im Prozess um einen Sexualmord an einer britischen Studentin in Italien hat die Verteidigung einen der Hauptangeklagten für unschuldig erklärt. Sein Mandant sei unfähig, sich an einem solchen Verbrechen zu beteiligen.

Das erklärte dessen Anwalt am Samstag vor Gericht in Perugia. Der 25-Jährige sei «ruhig und zurückhaltend» und habe eine «romantische Vorstellung», was Beziehungen zu Frauen angehe, sagte Anwalt Luca Maori. Die Staatsanwaltschaft hatte gegen den Angeklagten und dessen damalige Freundin, eine US-Studentin, lebenslange Haft wegen Mordes an der britischen Austauschstudentin vor zwei Jahren gefordert.

Die junge Britin war am 2. November 2007 halbnackt und mit durchschnittener Kehle in der Wohnung gefunden worden, die sie gemeinsam mit der US-Studentin und zwei Italienerinnen in der mittelitalienischen Universitätsstadt Perugia bewohnte.

Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft wurde sie getötet, weil sie sich weigerte, bei Sexspielen mitzumachen. Laut Anklage sollen die US-Studentin und der Angeklagte unter dem Einfluss von Alkohol und Drogen die Britin erstochen haben, während sie von einem weiteren jungen Mann, festgehalten wurde.

Der Ivorer, der auf unschuldig plädierte, wurde wegen Beteiligung am Mord bereits zu 30 Jahren Haft verurteilt. Das Urteil gegen die beiden Hauptangeklagten wird für kommenden Samstag erwartet.

(sda)

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